Willkommen beim Gründernetzwerk SAXEED!

Das Gründernetzwerk SAXEED bietet Studenten, Wissenschaftlern und Gründern an den vier Partnerhochschulen in Chemnitz, Freiberg, Zwickau und Mittweida Unterstützung bei der Existenzgründung und der Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen.

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Blog

Biomedizin, Werkstofftechnik, Sozialwesen – „Schicke Ideen“ gibt es überall

26.01.2016
 
Bereits zum elften Mal suchte das Gründernetzwerk SAXEED an den vier südwestsächsischen Hochschulen innovative und kreative Ideen von Studierenden und Wissenschaftlern. Mehr als 160 Gäste folgten am 25. Januar 2016 der Einladung zur Abendveranstaltung mit Preisverleihung in die Mensa der TU Chemnitz und kürten gemeinsam mit der Live-Jury die besten Ideen.
 
 
Gewinner in der Kategorie „Wissenschaftler" wurde das Team „inca-fiber“ um Dr. Falko Böttger-Hiller, Sarah Zönnchen, Toni Böttger und Thomas Lindner von der TU Chemnitz. Das vierköpfige Wissenschaftlerteam ist an der Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik von Professor Lampke angesiedelt und überzeugte Live-Jury und Publikum mit einem Forschungsprojekt rund um die Kohlenstofffaser. Kohlestofffasern weisen eine geringe elektrische Leitfähigkeit auf. Durch das Überziehen der Fasern mit einer metallischen Schicht können die elektrische und die thermische Leitfähigkeit, aber auch die Fügefähigkeit sowie die haftvermittelnde Wirkung von Kohlenstofffasern erhöht und so echte Werkstoffinnovationen und neue Anwendungsgebiete erschlossen werden. „Die Idee entstand in einer Nachwuchsforschergruppe und wir freuen uns sehr über den 1. Platz, vor allem, da die anderen Wissenschaftler-Teams auch sehr stark waren!“, so Dr. Böttger-Hiller. Das Team kann sich über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen, welches vom Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) übergeben wurde.
 
 
Den ersten Preis in der Kategorie „Studierende" gewannen Denis und Matthieu Kanzler mit der Einreichung „TwinBottle“. TwinBottle ist eine Flasche, die innen aus Glas und außen aus Kunststoff besteht und durch Korkelemente gepolstert ist. Das Team greift mit der Idee das Thema Weichmacher in Kunststoffen auf und will durch das Abfüllen der Flüssigkeiten in den Glasteil der Flasche den Kontakt mit jeglichem Kunststoff vermeiden und so die Vorteile von Glas auf der einen und robustem, sturzfestem Kunststoff auf der anderen Seite kombinieren. Die beiden verfolgen ihre Idee bereits seit Oktober 2014 und wollen damit einen Beitrag für die Gesundheit der Menschen leisten: „Die Preisverleihung war die erste Veröffentlichung der Idee vor größerem Publikum und wir haben gehofft, dass das Publikum unser Anliegen teilt. Wir freuen uns sehr über das tolle Feedback!“, so Denis Kanzler nach der Auszeichnung. Der Preis ist ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert und wurde von der Volksbank Chemnitz eG übergeben.
 
Darüber hinaus vergab das Chemnitzer Unternehmen chemmedia AG im Rahmen des Wettbewerbs erneut einen Sonderpreis. Über ein mietfreies Start-up-Büro für ein Jahr im Chemnitzer Co-Working-Space „kabinettstueckchen“ können sich Katrin Naumann und Karola Walz freuen. Die beiden haben sich bereits 2012 im Rahmen ihres Bachelorstudiums Soziale Arbeit an der Hochschule in Mittweida kennen gelernt und verfolgen seit Sommer 2015 die Idee, mit dem „Naumann und Köpferl-Haus“ ein Haus für unterstütztes Wohnen in Chemnitz aufzubauen.
 
 
Der 2. Platz in der Kategorie „Studierende" und 500 Euro Preisgeld, präsentiert von der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank, geht an das Mittweidaer Team „AIskin“ um Tomas Cabrera, Hatun Burak, Esse Mawuli und Martin Zerbst, das eine Software zur Melanom-Diagnose bei Hautbiopsien entwickeln will. Kennengelernt haben sich die vier Teammitglieder mit den Studienrichtungen Bioinformatik, Angewandte Naturwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre im Herbst 2015 bei einer SAXEED-Vorlesung: Studierende der Bioinformatik stellten ihre Ideen BWL-Kommilitonen vor – diese konnten sich dann für jeweils eine Idee entscheiden, die sie unterstützen wollen. Mawuli Esse (BWL): „Ich war sofort überzeugt von der Idee und es hat sich gezeigt, dass es eine gute Entscheidung war. Wir arbeiten super zusammen und verstehen uns sehr gut. Mich freut besonders, dass wir hier auch das Publikum von unserer Idee überzeugen konnten. Wir werden auf jeden Fall weiter daran arbeiten.“
 
 
Mit der Einreichung „Woodley“ konnten Holm Gruhle, Anja Nadler und Constantin Seyfert überzeugen. Die drei studieren Sports Engineering, Automobilproduktion und Finanzmanagement an der TU Chemnitz und entwickeln derzeit im Rahmen der SAXEED-Ideenwerkstatt ein intelligentes Holzfahrrad, in dessen Rahmen elektrische Leiterbahnen integriert sind, die auch den Einbau von Diebstahl- und Sicherheitstechnik ermöglichen. „Wir hätten nie gedacht, dass wir so kurz nach Beginn unseres Projektes im Oktober 2015 schon erfolgreich an einem Wettbewerb teilnehmen könnten“, ist Anja Nadler überrascht vom Erfolg. Das Team kann sich über 300 Euro Preisgeld und den 3. Platz in der Kategorie Studierende freuen.
 
BromMarin“ heißt die Idee, die es auf Platz zwei unter den wissenschaftlichen Einreichungen geschafft hat. Das Freiberger Gründungsprojekt um Andre Ehrlich, Marcel Bürger und Stephan Meschke will Extrakte aus Goldschwämmen fördern und sie der Forschung für Mittel im Kampf gegen Krebs, HIV und Malaria bereitstellen. Das Team kann sich über 100 Euro freuen. Platz drei in der Kategorie Wissenschaftler ging ebenfalls an die TU Bergakademie Freiberg. Daniel Schlegel will mit „WG-Love“ eine Plattform entwickeln, die Studienanfänger bei der WG-Suche unterstützt. Auch er kann sich über 100 Euro freuen.
 
 
Auch 2016/17 wird es wieder einen Ideenwettbewerb geben. Der Bewerbungszeitraum startet Anfang des kommenden Wintersemesters.

 


Förderung auf dem Weg zu marktfähigen, funktionellen Kohlenstofffasern

08.01.2016
 
Ausgründungsprojekt „inca-fiber“ erhält eine Förderung durch den „EXIST Forschungstransfer“, um neuartigen Werkstoff auf den Markt zu bringen
 
Kohlenstofffasern weisen eine elektrische Leitfähigkeit auf, die sehr gering ist und gerade zur Nutzung als Widerstandsheizung und für Wirbelstrommessungen genügt, aber bei Weitem nicht zur elektromagnetischen Schirmung, zum Blitzschutz oder zur Stromversorgung von Aktoren, Sensoren oder Beleuchtungselementen ausreicht. Genau hier setzt die Idee von „inca-fiber“ an. Das Forschungstransfer-Projekt basiert auf der Nachwuchsforschergruppe TranS-Ver (Transfer neuartiger Smart Fiber Verbunde in die Sächsische Industrie), die von 2011 bis 2014 an der Technischen Universität Chemnitz vom Europäischen Sozialfonds sowie durch den Freistaat Sachsen gefördert wurde. Um in erster Linie die elektrische und die thermische Leitfähigkeit, aber auch die Fügefähigkeit sowie die haftvermittelnde Wirkung von Kohlenstofffasern zu erhöhen – und dadurch oben gennannte Anwendungen zu ermöglichen – haben die Wissenschaftler diese vor allem galvanisch metallisiert. „Das heißt – vereinfacht gesagt – Kohlenstofffasern werden elektrochemisch mit Metallen überzogen. Dabei werden wir uns bei der wirtschaftlichen Umsetzung auf Kupfer konzentrieren“, erläutert Dr. Falko Böttger-Hiller vom inca-fiber-Team, in dem sich jetzt vier TU-Mitarbeiter zusammengefunden haben, um die Entwicklung durch eine Ausgründung auf den Markt bringen. Der Name „inca-fiber“ steht für „Innovative Carbon Fiber“; zum Team gehören zwei Ingenieure, ein Chemiker und eine kaufmännische Leitung. Den ausgründungswilligen Forschern stehen durch den vom Europäischen Sozialfonds und dem Bundeswirtschaftsministerium geförderten „EXIST-Forschungstransfer“ rund 700.000 Euro zur Verfügung, um die Forschungsergebnisse in ein Start-Up-Unternehmen zu überführen.
 
Das Team von „inca-fiber“: von links: Prof. Dr. Uwe Götze, Sarah Zönnchen, Dr. Falko Böttger-Hiller, Toni Böttger, Thomas Lindner und Prof. Dr. Thomas Lampke. Foto: Steve Conrad
 
„Die verkupferten Fasern eröffnen einen breiten Horizont an Anwendungen und ermöglichen dadurch echte Werkstoffinnovationen“, ordnet Böttger-Hiller ein. Weiter führt er aus, dass für die Realisierung des Vorhabens – insbesondere für die Platzierung der beschichteten Fasern am Markt – bereits relevante Kunden und Partner identifiziert und erste Kontakte aufgebaut werden konnten. Insbesondere Firmen aus den Bereichen technische Textilien und Leichtbau bekunden ihr Interesse an derartigen Materiallösungen. „Die Beantwortung von Anfragen aus der Industrie scheitert bisher allein daran, dass nicht genügend Material zur Bemusterung bereitgestellt werden kann“, erklärt Böttger-Hiller die Herausforderung, der die Wissenschaftler durch die Ausgründung nun begegnen wollen. Dennoch ist das Team auch in der Anfangsphase stets auf der Suche nach weiteren Partnern, um Projekte anzustoßen und eine optimale Auslegung des Prozesses sowie ein marktgerechtes Design der Kohlenstofffasern zu gewährleisten. 
 
Bislang ist der Prozess im Labormaßstab sowie auf einer kontinuierlichen Versuchsanlage erprobt worden. Eine semi-industrielle Pilotanlage befindet sich gerade im Beschaffungsprozess. „Auf dieser Anlage soll der im Kleinen bereits stabil laufende Prozess skaliert werden, um so Outputmengen zu erzeugen, die den vom Markt ausgehenden Bedarf besser befriedigen können“, sagt die kaufmännische Leiterin, Sarah Zönnchen, und ergänzt: „Jener Bedarf nach hochleistungsfähigen Kohlenstoffasern wird – diversen Studien entsprechend – in den nächsten Jahrzehnten stetig zunehmen. Derzeit werden derartige Fasern hauptsächlich im Space- und Defense-Bereich und in Nischenmärkten nachgefragt. In Zukunft werden aber auch andere Branchen zunehmend einen Bedarf sehen, was auf den steigenden Einsatz an Kohlenstofffasern auch in Massenmärkten zurückzuführen ist.“. Neben der Überführung des Prozesses auf eine kontinuierlich laufende Anlage würden Demonstratoren gefertigt und ein Business-Plan erstellt, der die Grundlage für die Gewinnung benötigter Investoren bilde. Wenn alle technologischen und finanziellen Hürden überwunden seien, sollten die vier Mitglieder des Teams auch Gründer eines Unternehmens sein.
 
Begleitet wurde das Team in der Antragsphase und auch in den Jahren zuvor an der TU Chemnitz in besonderem Maße durch Prof. Dr. Thomas Lampke von der Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik, Prof. Dr. Bernhard Wielage vom Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik sowie Prof. Dr. Uwe Götze von der Professur Unternehmensrechnung und Controlling. Weitere Unterstützung boten das Gründernetzwerk SAXEED und das Team der ideentransfer GmbH. Auch in Zukunft werden sich Prof. Lampke sowie Prof. Götze als Mentoren in das Gründungsvorhaben einbringen und es durch ihr jeweiliges Fachwissen auf dem Gebiet der Oberflächentechnik bzw. wirtschaftlichen Gestaltung marktfähiger Produkte unterstützend vorantreiben. Die beiden Professoren freuen sich, das interdisziplinäre Team mit dieser zukunftsweisenden Idee auch weiter wissenschaftlich zu begleiten. Ihr Dank gilt insbesondere den Förderern beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Europäischen Sozialfonds.
 
Text: Katharina Thehos (Pressestelle TU Chemnitz)

 


SAXEED sucht Verstärkung an der Bergakademie!

18.12.2015
 
Zum nächstmöglichen Zeitpunkt ist in Freiberg eine Stelle als Gründerbetreuer mit dem Schwerpunkt Technologiescouting zu besetzen.
 
Die Ausschreibung finden Sie hier. Bei Interesse freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
 

„Schicke Ideen“ gesucht – Preisverleihung am 25. Januar 2016!

11.12.2015
 
--> Die Anmeldung zur Veranstaltung ist online oder über das Formular möglich.
 
Mit dem Ideenwettbewerb „Schicke Ideen“ richtet sich das Gründernetzwerk SAXEED an Studierende, Hochschulmitarbeiter und Professoren, um sie für die Möglichkeit einer Existenzgründung zu sensibilisieren und zur Formulierung einer eigenen Geschäftsidee zu motivieren. Insgesamt erreichten uns dieses Jahr 47 Einreichungen, die derzeit durch unsere Experten-Jury bewertet werden. Nach Vorliegen aller Juroren-Einschätzungen besprechen wir diese individuell mit den Teilnehmern und erörtern dabei auch die Möglichkeiten zur Umsetzung der jeweiligen Geschäftsidee. Die Teams mit der besten Bewertung präsentieren sich und ihre Idee im Rahmen einer Abendveranstaltung, bei der die Sieger des Wettbewerbs in den zwei Kategorien „Wissenschaftler“ und „Studierende“ gekürt werden.
 
 
Zu dieser feierlichen Preisverleihung sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen:
 
25. Januar 2016, Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn 18:00 Uhr
„Bar Ausgleich“ (in der Mensa der TU Chemnitz),
Reichenhainer Straße 55, 09126 Chemnitz.
 
 
 
Das anwesende Publikum und eine Live-Jury entscheiden auf Basis der Kurzpräsentationen über Sieger und Platzierte. Die besten Konzepte werden mit jeweils 1.000 Euro Preisgeld prämiert. Außerdem vergibt die chemmedia AG ein mietfreies Start-up Büro für ein Jahr als Sonderpreis.
 
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!
 
 

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