Willkommen beim Gründernetzwerk SAXEED!

Das Gründernetzwerk SAXEED bietet Studenten, Wissenschaftlern und Gründern an den vier Partnerhochschulen in Chemnitz, Freiberg, Zwickau und Mittweida Unterstützung bei der Existenzgründung und der Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen.

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Blog

Aus der Forschung ins Verkaufsregal

17.04.2014

Forschungsprojekt SARALON entwickelt kostengünstige gedruckte Elektronik für Verpackungen - Im Programm "EXIST Forschungstransfer" wird eine Ausgründung aus der TU Chemnitz vorbereitet

Verpackungen, die aktiv auf Kundenfang gehen oder Markenfälschungen vorbeugen - wie kann das funktionieren? Dieser Frage ist ein Team aus Wissenschaftlern des Instituts für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz seit längerem nachgegangen. "Ausgangspunkt der Idee war die Erkenntnis, dass traditionelle Elektronik keine kostengünstige Integration in Verpackungen erlaubt. Wir wollen dieses Problem durch die Entwicklung innovativer Elektronik mit Standarddruckverfahren lösen", erläutert Dr. Moazzam Ali, der das Forscherteam leitet. Mit ihrem Ansatz überzeugten die Wissenschaftler im vergangenen Herbst eine Expertenjury und waren erfolgreich im Förderprogramm EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Am 1. April 2014 starteten sie nun das Vorhaben "SARALON - simplifying electronics".

Das Team von SARALON - von links: Dr. Moazzam Ali, Deep Prakash, Steve Paschky, Jan Joachim, Björn Engler. Foto: SAXEED

Das Wort SARALON ist eine Kombination des Wortes saral und der Silbe "on" von Elektronik. Saral ist ein Begriff der alten indischen Sprache Sanskrit und bedeutet "die einfachen Mittel". "Die Bezeichnung passt ideal zur Philosophie des Projektes", betont Dr. Moazzam Ali. Denn im Kern gehe es darum, auf einfache und kostengünstige Art und Weise Elektronik zu produzieren. "Unser Ziel ist es, mit Hilfe vielseitig einsetzbarer, kostengünstig gedruckter Elektronik den Markt für Produktverpackungen zu revolutionieren", ergänzt Dr. Ali. Durch die Integration von Elektronik in Verpackungen solle der Wert des Produktes verstärkt werden. "Die Einsatzfelder hierfür sind sehr vielfältig", schätzt der Teamleiter ein.

Das interkulturelle Gründerteam, zu dem neben Dr. Moazzam Ali die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Deep Prakash und Björn Engler vom Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz sowie der kaufmännische Verantwortliche Steve Paschky gehören, möchte in den kommenden 18 Monaten die Entwicklung integrierter gedruckter elektronischer Komponenten für den Einsatz in marktfähigen Produkten vorantreiben. Unterstützt wird es dabei durch den Leiter des Instituts für Print- und Medientechnik, Prof. Dr. Arved C. Hübler. Im kommenden Jahr soll eine GmbH als Spin-off der TU Chemnitz gegründet werden. Das ist erklärtes Ziel des Förderprogrammes: Die aus EXIST-Forschungstransfer hervorgehenden Gründungen sollen nach Abschluss der Förderung in der wissenschaftlichen Einrichtung und der Anschubförderung als Unternehmen in der Lage sein, externe Finanzierungsmittel zum forcierten Unternehmensaufbau und Markteintritt einzuwerben. Die beteiligten Wissenschaftler werden dabei für die Gründung eines technologieorientierten Unternehmens qualifiziert und betreut. EXIST wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.

Auch der Hochschulentwicklungsplan der TU Chemnitz betont die Bedeutung solcher Projekte: "Existenzgründungen aus der TU Chemnitz sind wichtige und wirksame Instrumente eines erfolgreichen Personal-, Wissens- und Technologietransfers." Der Prorektor für Wissens- und Technologietransfer, Prof. Dr. Andreas Schubert, betont, der aktuelle Erfolg des SARALON-Teams beim EXIST-Forschungstransfer-Programm zeige, auf welchem guten Weg die TU Chemnitz hierbei mit Instrumenten wie dem Gründernetzwerk SAXEED und der Unterstützung der Erfinder- und Schutzrechtstätigkeit sei.

(Quelle: TU Chemnitz, Autorin: Katharina Thehos)


ÔÇ×So viel Input bekommt man ganz ganz selten in so kurzer ZeitÔÇť ÔÇô Spring School vernetzt Gr├╝nderteams aus ganz Sachsen

11.04.2014

„Das Wochenende war eine tolle Möglichkeit, andere Gründer aus Sachsen kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und auch Probleme und mögliche Lösungen mit anderen Teams zu diskutieren, die in einer ähnlichen Situation sind wie wir.“, so fasst Frieder Schlesier vom Freiberger Team OpenDriversLog die Spring School zusammen.

Zur SpringSchool eingeladen hatten die drei sächsischen Gründerinitiativen SAXEED, SMILE und dresden|exists Gründer aus ganz Sachsen. Insgesamt neun Teams nahmen an der Veranstaltung vom 3. bis 6. April 2014 im erzgebirgischen Sayda teil, vier davon betreut durch SAXEED.

Während der dreieinhalb Tage nutzten sie die Möglichkeit, intensiv an ihrer Geschäftsidee zu arbeiten. In drei Workshops hatten sie die Gelegenheit, sich unter Anleitung erfahrener Management-, Strategie- und Marketingberater über wichtige Themen im Rahmen ihrer bevorstehenden Unternehmensgründung zu informieren und an ihren Ideen zu feilen. So ging es im Workshop „Markenführung“ vorrangig um die Markenpositionierung und die Zielkundenansprache. Auch die Themen „Wachstum & Organisationsaufbau“  sowie das Auseinandersetzen mit dem eigenen Geschäftsmodell waren wesentliche Inhalte. Frieder Schlesier zieht auch hier ein positives Fazit für sich und sein Team: „Die Workshops während der Spring School waren eine gute Gelegenheit für uns, das in den Vorlesungen Gründungsmanagement und Gründungsfinanzierung Erlernte zu vertiefen. Das Wissen wurde kompakt vermittelt und wir fühlen uns jetzt noch besser auf die Unternehmensgründung vorbereitet.“

Neben dem fachlichen Input nutzten die Teams auch die Möglichkeit, sich mit den anderen Teilnehmern und Gründerbetreuern auszutauschen, über ihre Erfahrungen zu sprechen und sich Tipps zu holen.

So auch das Team InnoStrukt 3D, welches durch SAXEED an der Westsächsischen Hochschule Zwickau betreut wird. „Wir waren noch etwas im Freudentaumel über das gerade zugesagte EXIST-Gründerstipendium und keine drei Tage später steckten wir schon in der SpringSchool im Waldhotel zwischen den Hügeln des Erzgebirges. Wie war´s? In einem Wort: intensiv. Aber so war es ja auch gedacht. Dementsprechend viel haben wir mitgenommen. Drei Coaches haben uns Gründer, oder die, die es noch werden wollen, zur Brust genommen, ohne dass der Spaß zu kurz kam. Dabei haben wir nicht nur sehr viel über uns selbst gelernt, sondern auch Gleichgesinnte getroffen, die mit den gleichen Problemen konfrontiert sind und neue Blickwinkel für die Lösungen erkannt. So unterschiedlich wie die Gründungsideen und die Entwicklungsstände waren, so verschieden waren auch die Menschen. Es war großartig und spannend mitzumachen und das ohne jede Konkurrenz. So viel `Input´ bekommt man ganz ganz selten in so kurzer Zeit. Am Ende hatten wir aber alle das gleiche Ziel: Die Gründungsidee zu schärfen und überzeugend vor den Kapitalgebern zu präsentieren, die am letzten Tag mit vor Ort waren. Chapeau!“, sind sich Ingolf Leithoff und Ronny Kubik von InnoStrukt 3D einig.

Für die Organisatoren hatten sich die Teilnehmer der SpringSchool noch etwas ganz Besonderes mit symbolischem Charakter ausgedacht – sie durften eine Tanne einpflanzen. Auf das sie wächst und gedeiht, wie hoffentlich auch unsere Gründerteams!

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer! Wir freuen uns schon auf die kommende Veranstaltung in 2015.

 


15-j├Ąhriges Jubil├Ąum des Gr├╝nderf├Ârderprogramms EXIST - Bund plant Erh├Âhung der F├Ârdersummen

04.04.2014

Zum 15-jährigen Jubiläum des Gründerförderprogramms EXIST hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 27.-28. März nach Berlin eingeladen. Sowohl SAXEED als auch einige SAXEED-Gründerteams waren vor Ort und nutzten die Gelegenheit, um sich in Fachvorträgen zu informieren und sich mit anderen geförderten Start-Ups und Gründerinitiativen aus ganz Deutschland auszutauschen.

Im Rahmen der Vorträge wurde natürlich auch die Weiterentwicklung des Gründungsgeschehens in Deutschland diskutiert. Eine interessante Neuerung für zukünftige Gründungsprojekte: das BMWi plant die Erhöhung der Fördersummen, sowohl im Programm EXIST-Forschungstransfer als auch im Programm EXIST-Gründerstipendium. Damit werden Projekte mit erhöhtem Kapitalbedarf in Zukunft leichter zu realisieren sein.

Seit dem Start des EXIST-Programms vor 15 Jahren wurden deutschlandweit mehr als 1.700 technologieorientierte Gründungen gefördert. Auch an den vier SAXEED-Standorten in Chemnitz, Freiberg, Mittweida und Zwickau haben bereits einige Gründerteams die Förderung durch die EXIST-Programme nutzen und ihre Geschäftsideen verwirklichen können.

An der TU Chemnitz beschäftigen sich derzeit zwei Forscherteams mit wissenschaftlichen Mitarbeitern aus den Fakultäten Naturwissenschaften, Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften intensiv mit der Entwicklung und Verwertung neuer Technologien. Die beiden Projekte mit den Namen „Saralon" und „Corant" haben mit Unterstützung von SAXEED das Förderprogramm EXIST-Forschungstransfer erfolgreich beantragt und entwickeln momentan auf Basis dieser Fördergelder ihre risikoreichen, forschungsintensiven Vorhaben in Richtung Marktreife weiter.

Weniger Ausschuss bei der Glasproduktion – auf diesen einfachen Nenner lässt sich die komplizierte, weltweit einzigartige Veredelungstechnologie für feuerfeste Materialien bringen, mit der das Forscherteam „ancorro“ um Dr.-Ing. Rolf Weigand aus der TU Bergakademie Freiberg den Sprung in die Selbstständigkeit wagen möchte. Für Ende April ist die Firmenausgründung aus der Universität avisiert. Auch hier bildet das Programm EXIST-Forschungstransfer die Grundlage für die Gründungsvorbereitung. Der heute 29-jährige, promovierte Wissenschaftler und sein dreiköpfiges interdisziplinäres Team forschen bereits seit 2008 an Möglichkeiten, um feuerfeste Materialien besser auf den Kontakt mit der Glasschmelze vorzubereiten. Im Ergebnis dieser Arbeiten kann nun ein Abperleffekt für fast jedes in der Glasindustrie verwendete Material „gezaubert“ werden. Dadurch schrumpft die Korrosion der Keramik um bis zu 90 Prozent - trotzdem bleiben die Kosten noch weit unter denen für hochwertige schmelzgegossene Keramik, die ebenfalls in der Glasindustrie eingesetzt wird.

An der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) gibt es derzeit zwei EXIST-Gründerstipendien. Während sich das Team „EKOIO" mit der (Weiter-) Entwicklung eines innovativen Fahrassistenten zur Förderung einer sowohl ökologischen als auch ökonomischen Fahrweise beschäftigt, entwickelt das Wissenschaftlerteam „InnoStrukt 3D" eine Software für einen innovativen und sicheren Infrastrukturentwurf in 3D. Fachliche Unterstützung erfahren sie dabei von SAXEED und ihren jeweiligen Mentoren der WHZ - Prof. Thein (EKOIO) und Prof. Kühn (InnoStrukt 3D).

 


Gr├╝ndungsprojekt aus dem Bereich Geowissenschaften startet in die Selbstst├Ąndigkeit

27.03.2014

Bildrechte mit freundlicher Genehmigung des Scientific Diving Centers (http://tu-freiberg.de/sdc) der TU Bergakademie FreibergDen Traum vom eigenen Unternehmen realisieren – dieses Vorhaben ist für Richard Stanulla und Robert Ganß Realität geworden. Beide sind Bergakademie-Absolventen der Geowissenschaften. Mit Unterzeichnung des Gesellschaftervertrages vor wenigen Tagen agiert die GeoWiD – Geowissenschaftliche Dienste GmbH nun offiziell am Markt. Bei der Gründungsvorbereitung intensiv begleitet und betreut wurde das Team durch die Mitarbeiter des Gründernetzwerkes SAXEED.

„Wir modernisieren die Art der Datenerhebung für Fragestellungen im Unterwassersektor dadurch, dass wir speziell ausgerüstetes Fachpersonal direkt am Untersuchungsobjekt einsetzen können – mit dieser Aussage lässt sich das Ziel unseres Unternehmens gut umschreiben“, erläutert Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Richard Stanulla. Das notwendige fachliche Rüstzeug für die Unternehmensgründung erwarb das Team dabei beim Studium der Geowissenschaften an der TU Bergakademie Freiberg sowie einer intensiven, speziellen Weiterbildung zum wissenschaftlichen Taucher durch das universitätseigene Scientific Diving Center. Tätigkeitsschwerpunkte für GeoWiD werden sowohl Dokumentation als auch Monitoring von Tagebaurestlöchern, Talsperren und anderen Gewässern sein.

Dass wissenschaftliches Tauchen nichts mit dem allseits bekannten Freizeit-Tauchen zu tun hat, wird schnell klar: Auch bei eiskaltem Wasser, geringen Sichtweiten bis hin zu Nullsicht und Dunkelheit nimmt das Team Proben von Wasser, Biota, Gestein oder Sediment und dokumentiert die Umgebung auf besonderen Schreibtafeln sowie mit unterwassertauglichen Fotoapparaten und Kameras. „Weil wir in einer sehr speziellen Nische agieren und beispielsweise zur Beprobung unter Wasser nicht auf standardisierte Technik zurückgreifen können, haben wir uns im Rahmen der Gründungsvorbereitung auch mit der Entwicklung von unterwassertauglichen Spezialgeräten beschäftigt und dafür das Team mit Maschinenbauingenieurin Juliana Brunzlaff verstärkt“, berichtet Gesellschafter Robert Ganß.

Im Bereich Forschung und Entwicklung wird es in Zukunft auch eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Scientific Diving Center und GeoWiD geben. Zum offiziellen Start des Unternehmens sind nun bereits sieben Gerätetypen fertig entwickelt, die unter anderem auch an Forschungseinrichtungen vertrieben werden sollen. Die finanzielle Grundlage für das Gründungsvorhaben bildete ein SEED-Stipendium der Sächsischen Aufbaubank (SAB). „Dadurch können wir noch bis September diesen Jahres unseren Lebensunterhalt bestreiten und uns mit vollem Einsatz der Kundenakquise widmen“, erklärt Richard Stanulla. „Darüber hinaus hat uns auch die hervorragende Betreuung durch das Freiberger SAXEED-Team bei der Realisierung unserer Geschäftsidee geholfen“, ergänzt Robert Ganß. „Bei der Ausgestaltung des Geschäftskonzeptes, notwendigen Weiterbildungen im Vorfeld der Gründung bis hin zur Akquise von Fördermitteln konnten wir dabei stets auf kompetente und zuverlässige Beratung zurückgreifen.“ Überzeugt vom Geschäftskonzept zeigt sich auch Professor Broder Merkel, Prorektor für Forschung an der Bergakademie, Mentor des Gründerteams und Direktor des Freiberger Scientific Diving Centers: „Der Einsatz von wissenschaftlichen Tauchern ermöglicht es, Fragestellungen Unterwasser professionell und detailliert zu beantworten. Basierend auf einer hervorragenden interdisziplinären wissenschaftlichen und taucherischen Ausbildung stellt das Start-up einen attraktiven Partner für Landesämter, regionale Gesellschaften wie die LMBV oder auch für Betriebe in den Bereichen Umwelt, Naturschutz und Wasser dar.“

Weitere Informationen: www.geowid.de


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