Freiberg Innovation Inkubator

Kostenloser Arbeitsplatz, intensive Betreuung – Ideale Gründungsbedingungen im Freiberg Innovation Inkubator!

Der Freiberg Inkubator ist ein Format für Forscher- bzw. Gründerteams, die eine Idee bereits so weit vorangetrieben haben, dass sie innerhalb eines halben Jahres eine Gründung anstreben. In dem neuen SAXEED-Programm werden die Teams im Coworkingspace „FreiWerk“ in der Himmelfahrtsgasse in Freiberg untergebracht, können hier eigene Arbeitsplätze nutzen und profitieren gleichzeitig von den Synergieeffekten, die sich durch den Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander ergeben. Zusätzlich erhalten sie individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Workshops, Coaching und Mentoring durch erfahrene Unternehmer und Trainer. Die Themen dafür werden in regelmäßigen Treffen gemeinsam aufgestellt. Insbesondere die SAXEED-Gründerbetreuer stehen bei Fragen jederzeit zur Seite.

Das strukturierte Intensivprogramm fordert allerdings auch einiges von den Teilnehmern: In mehreren Präsentationen müssen die Teams ihren Fortschritt und das Erreichen vorher festgelegter Meilensteine dokumentieren und am Ende der „Inkubationsphase“ steht im Idealfall die Gründung.

Für die Aufnahme in das Programm können sich Gründerteams bis einschließlich 5. März 2019 formlos per Mail an franziska.boehler@saxeed.net bewerben. Die Aufnahmepräsentation findet am 07.03.2019 statt.

Franziska Böhler
Innovation Inkubator
Franziska Böhler
Freiberg
03731/39-3886

Im Freiberg Innovation Inkubator durchlaufen unsere Gründerteams in sechs Monaten einen strukturierten Prozess aus wöchentlichen Treffen, intensiven Coachings und drei Präsentationen:

In den wöchentlichen Treffen mit dem Host des Inkubators und dem SAXEED-Gründerbetreuer vernetzen sich die Teams mit SAXEED und den anderen Teilnehmern im Programm. In den vertraulichen Treffen wird über Herausforderungen, Erfolge, Schwierigkeiten und erreichte Meilensteine der Start-ups gesprochen. Dabei wird die vergangene Woche rückblickend betrachtet und die anstehenden Aufgabenpakete werden gemeinsam besprochen. Die Gründer lernen dabei nicht nur vom Host und Coach, sondern vor allem auch voneinander.

Die Teilnehmer erhalten sofort Feedback zu ihren Fragen und können so von einer besonders engen Betreuung durch den Host und den Gründerberater profitieren. Im Anschluss an die wöchentlichen Treffen in der Gruppe verbringen der Host und Gründerberater noch weitere Zeit in individuellen Gesprächen für Detailfragen, die in der Gruppe nicht besprochen werden konnten und einen höheren Zeitaufwand oder besondere Vertraulichkeit bedeuten.

Die Coachings sind exklusiv für die Inkubator-Teams zugänglich. Dadurch können sich die Referenten ganz individuell auf die drei bis vier Teams konzentrieren; die gerade am Inkubatorprogramm teilnehmen und die Coachinginhalte mit dem Inkubator Host auf die jeweiligen Bedürfnisse der Teams abstimmen.

Im Laufe der sechs Monate erhalten die Gründer folgende Coachings:

  • Geschäftsmodellentwicklung I und II
  • Recht für Gründer (AGB, Haftung, Gesellschafterverträge etc.)
  • Rechtsform und steuerliche Rahmenbedingungen
  • Start-up Finanzierungsmodelle
  • Onlinemarketing / Social Media Marketing
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Gründer
  • Überzeugend Präsentieren und Pitchen

Optional werden weitere Workshops nach Bedarf organisiert:

  • Datenschutz
  • technisches Design und technische Dokumentation
  • Verhandeln
  • Vertriebstechniken und erfolgreich Verkaufen
  • Team- und Konfliktmanagement
  • Corporate Design
  • Crowdfunding
  • Business Knigge
  • der erste Mitarbeiter – Personal finden und auswählen
  • …und weitere wichtige Themen für Gründer nach Bedarf!

Über die Aufnahme in das Programm entscheidet eine Jury aus erfahrenen Persönlichkeiten der Gründerszene in Sachsen und Freiberg. Mit dabei sind unter anderem die IHK und der Technologiegründerfonds Sachsen und die Bürgschaftsbank Sachsen bzw. MBG Sachsen als starke Partner bei der Beratung und Finanzierung, sowie Unternehmerpersönlichkeiten aus Freiberg wie z.B. Matthias Steeger von der Christmann und Pfeiffer Industriebau Freiberg GmbH oder Julia Ryssel von LAVIU.

Nach zwei Monaten im Programm müssen sich die Teilnehmer darüber hinaus in der Marktpräsentation den Fragen des SAXEED-Teams stellen und ihre bisherigen Fortschritte dokumentieren. Im Fokus der Präsentation steht die bis dahin zu entwickelnde Markteintrittstrategie.

Am Ende der sechs Monate steht die Abschlusspräsentation, die wieder in der größeren Runde der Inkubator-Jury stattfindet. Hier können die anwesenden Investoren den Fortschritt der Teams erfahren, Fragen stellen und im Anschluss individuelle Gespräche zu Finanzierungsfragen führen.

Bisher haben in sechs Monaten je drei bis maximal vier Teams das Intensivprogramm absolviert. Insgesamt wurden damit schon 19 Teams gefördert. Erfahren Sie hier mehr über die Teilnehmer:

1. Klasse

Nachrüstbare zusätzliche Sonnenblende für KfZ – ShadeWings

Die Blendung von Verkehrsteilnehmern durch die Sonne, ist eine häufig unterschätzte Ursache von Unfällen im Straßenverkehr. Bei Richtungsänderungen beim Fahren ändert sich auch die Richtung der einwirkenden Sonnenstrahlen und der Fahrer muss seine Sonnenschutzblende ständig anpassen. Dadurch wird er vom Fahrgeschehen abgelenkt. Für dieses Problem haben einige Autohersteller bereits eine Lösung gefunden und bieten seit einigen Jahren für einzelne Fahrzeuge im Premiumsegment eine Sonnenschutz-Vorrichtung an, die bei Verwendung dem Fahrer oder Beifahrer einen gleichzeitigen Sonnenschutz sowohl vor seitlich einwirkender Sonnenstrahlung, als auch vor frontal einwirkender Sonnenstrahlung gibt. Der Maschinenbauer Lukas Bornschein, Betriebswirt Sören Fischer und der Wirtschaftsingenieur Stephan Schicht wollen eine Sonnenschutz-Vorrichtung zum Nachrüsten in Personenkraftfahrzeugen entwickeln, damit Autofahrer auch bei ständig wechselhaft einfallender Sonneneinstrahlung nicht mehr geblendet werden können. Kontakt: stephan.schicht@shadewings.com

Dr. Kati Laakso

Hyperspektrale Bildaufzeichnung ist ein Verfahren, das es ermöglicht, künstliches oder natürliches Licht zu messen, das von Oberflächen reflektiert oder ausgestrahlt wird. Da jedes Material seinen eigenen spektralen Fingerabdruck hat, kann diese Technologie zur Identifizierung von Materialien und deren chemischer Komponenten genutzt werden. Dabei wird das Licht über hunderte Kanäle, die für das menschliche Auge gar nicht wahrnehmbar sind (UV, Infrarot) präzise gemessen und so der Fingerabdruck des Materials erstellt. Hyperspektrale Daten können mit Spektrometern in unterschiedlichstem Gelände, im Labor oder sogar mit Drohnen und Satelliten aufgenommen werden. Die Herausforderung ist, die gemessenen Daten aufzubereiten und auszuwerten. Durch das Know-how von Dr. Kati Laakso können durch hyperspektrale Analysen Aussagen über Böden und Gesteine getroffen werden. Erzvorkommen können schneller gefunden und effizienter gefördert werden oder Gesteine können mittels hyperspektraler Analyse in Erzaufbereitungsanlagen kosteneffizienter sortiert werden. Kontakt: k.laakso@hzdr.de

Stefanie Wellens und Niklas Wallis, Gründer von Wegweiser Studio

„Erfolg ist ein Blickwinkel, Glück ein Maßstab.“
Deswegen arbeiten die Gründer von „Wegweiser Studio“ mit Akademikern und allen die es noch werden wollen an der Mission im Arbeitsalltag Glück und Erfolg zu vereinen. Innerhalb der persönlichen Treffen macht ein Mentor die Kunden des Start-ups fit in den Themen Soft Skills, Persönlichkeitsentwicklung und Karriere.
Und das funktioniert so:
Der Kunde hat die Chance im Laufe der ersten drei Treffen, dem Schnupper-Mentoring, einen passenden Mentor kennen zu lernen und erste Resultate mit nach Hause zu nehmen. Diese Treffen bilden ein Fundament auf das dann zukünftig mit dem Mentor aufgebaut wird. Inspiriert durch die Mentees haben die Gründer von Wegweiser Studio dafür ein Programm entwickelt, bei dem die Teilnehmer neu erlerntes Wissen gleichzeitig vertiefen und in eigenen Alltagssituationen anwenden können. Durch das kontinuierliche Feedback der Mentoren schaffen es die Teilnehmer, neue Herausforderungen reflektiert zu meistern und Wissen gezielt in die gewünschte Richtung zu erweitern.
Interessierte können unter schnuppern@wegweiser-studio.de einen Starttermin für ein Schnupper-Mentoring ausmachen.

VERMEO ist ein junges Team aus Freiberg, welches sich mit Entwicklung von innovativen Heizsystemen befasst. Das Team um Stefan Ostmann, Mario Köhler, Daniel Schlegel und Stefan Bornkampf entwickelt eine Heizplatte auf Basis eines innovativen Vliesmaterials für den Einsatz im Veterinärbereich, um die Bedingungen in den Aufzuchtsstationen zu verbessern. Aktuell werden Aufzuchtsstationen mit Infrarotheizstrahlern, die über die einzelnen Bereiche installiert werden, beheizt. Diese Systeme bieten zum einen keine homogenen Temperaturfelder und besitzen eine geringe Lebensdauer. Oftmals zerfallen die Glasplatten der Infrarotstrahler, wodurch sich eine hohe Verletzungsgefahr für die Tiere ergibt. Durch die von VERMEO entwickelte Heizplatte werden die Tiere durch den direkten Kontakt mit der beheizten Oberfläche homogen erwärmt. Dadurch können die Aufzuchtsbedingungen signifakt verbessert werden. Das Heizvlies besitzt zudem eine wesentlich höhere Lebensdauer als herkömmliche Heizsysteme. Zudem ist der Energieverbrauch der Heizmatten wesentlich geringer und ressourcenschonender als herkömmliche Heizsysteme. Weiterführend kann dieses Material für Heimtierhaltung, oder Babyheizungen angewendet werden.

2. Klasse

Sanny Reich, Marwin Gaube und Tobias Prüfer – das Team von CompactChart

Sanny Reich ist ein Gründer aus Freiberg und tüftelt in seiner kleinen Werkstatt in der Freiberger Bahnhofsvorstadt an einem mobilen Flipchart. Dieses soll besonders leicht zu transportieren und im Nu auf ein minimales Packmaß verkleinerbar sein. Damit stellt es eine revolutionäre Neuheit dar.

Die Idee für ein mobiles Flipchart kam ihm beim Aufbau während einer Veranstaltung der TU Bergakademie Freiberg. „Da muss es doch eine leichtere und vor allem auch handlichere Lösung geben, als diese schweren Moderationstafeln“, dachte sich der erfindungsreiche damalige Student und begann mit den ersten Entwürfen für die Konstruktion. Kontakt: sanny.reich@compact-chart.de

Christian Schleife, Gründer von GoHumanity

GoHumanity bietet die Möglichkeit den Einsatz und die Verwendung jeder Spende bis auf den Cent genau zurückzuverfolgen. Zusätzlich haben Spender bei den geförderten Projekten die Möglichkeit Ihre Ideen einzubringen und live mit zu verfolgen, wie diese mit Ihrem Geld verantwortungsvoll umgesetzt werden.
Das Ganze wird über unsere Internetseite realisiert. Sie erhalten nach einer getätigten Spende eigene Zugangsdaten mit denen sie sich als Spender einloggen können und sehen, wie Ihr Geld verwendet wird. Spender können selbst entscheiden, ob die Spendenverteilung dem Team von GoHumanity überlassen werden soll. Explizit ausgewählte Projekte aus einem eigenen Projektepool können unterstützt werden. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Gründern eigenes Hilfsprojekt ins Leben zu rufen.

3. Klasse

GoCami ist ein wetterfestes, vierrädriges Fahrzeug, das aber rechtlich ein Pedelec, also Fahrrad, bleibt. Es verbindet das führerscheinlose Fahren, die Nutzung von Radwegen und flexibleren Parkmöglichkeiten mit Kofferraum, Dach, Kindersitz  und elektrisch unterstütztem Fahren bis 25 km/h. Durch Gesamtsystem aus On-Demand-Sharing-System und automatischen Verleih- und Ladestationen, ist keine hohe Startinvestition des Nutzers erforderlich. Das Start-up will sich hierbei als Systemanbieter und Betreiber positionieren.

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Matthias Saurbier
Kontakt: Matthias.Saurbier@et.tu-freiberg.de

Im September 2017 haben diese Gründer den Gründerwettbewerb „Lebendige Innenstadt“ der Stadt Freiberg gewonnen. Eine 250qm große Immobilie auf der Thielestraße 1 stellt das Vorhaben des Teams die beste Perspektive dar: Viel Spielraum in der Gestaltung der Themenräume und zudem die Möglichkeit, drei geplante Szenarien umzusetzen. Als erstes wurde das Horror-Thema auf die Beine gestellt. Nun sollen die anderen beiden Themenräume schnell nachgezogen werden. Zur Website von Escape Adventure Freiberg.

4. Klasse

Influxio ist die All-In-One Lösung für Instagram-Wachstum bei der der Nutzer reale Follower, Likes und Kommentare durch automatisiertes Marketing erhält. Kunden von InstaBro können so ihre Zielgruppe erreichen, neue Kunden gewinnen und ihren Umsatz steigern. Mit intelligenten Filtern können Nutzer anhand von Hashtags, Influencern oder anderen Kriterien genau angesprochen werden. www.influxio.com

Dustin Boettge

Böttge-Webservice hilft Unternehmen  jeder Branche und Größe, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Zu den Leistungen zählen professionelle Werbemethoden über die sozialen Netzwerke wie Facebook und Instagram mit täglich rund 23Mio. Nutzern in Deutschland und jeden Tag 78.000 Nutzern im Großraum Freiberg. Es gibt keine bessere Möglichkeit seine Zielgruppen detailliert, kostengünstig und vor allem direkt anzusprechen. Des Weiteren bietet Böttge-Webservice die Programmierung und Verwaltung von Online Shops, sowie SEO Optimierungen an, um in der Google Suchleiste eher gefunden zu werden. Ein Produktvertrieb über eine eigene, etablierte Plattform von Böttge-Webservice ist ebenfalls möglich. Besondere Tools und Methoden machen Böttge-Webservice im Bereich des Facebookmarketings nahezu einzigartig. Kurz gesagt, kann (neben dem Facebookmarketing) jedem Unternehmen ein optimaler Online Auftritt und Vertrieb möglich gemacht werden.

Logo Team VieVital

VieVital hat ein Verfahren entwickelt, dass eine ganzjährige und automatisierte Produktion von frischen Gemüse und Kräutern in einer hochurbanisierten Umgebung gewährleistet. Wir arbeiten an einer Kombination von vertikalen hydroponischen Anbau auf mehreren Ebenen übereinander, Blockheizkraftwerk und der gezielten Anwendung von nachhaltigen Mikroorganismen. Dabei konnten wir in zahlreichen Versuchen ein deutlich beschleunigtes Wachstum, bessere Gesundheit der Pflanzen und intensivere Aromen, als vergleichbare Konkurrenten nachweisen. Wir verwenden weder Pestizide, Herbizide noch Insektizide und haben Recyclingprozesse soweit optimiert, dass unsere einzige Emission CO2 ist. Dieses wurde jedoch im Vorhinein aktiv zur Photosynthese und der Umwandlung in Einfachzucker durch unserer Pflanzen genutzt. Ziel ist es Restaurants, Bars und Hotels per verkürzter Transportwege in Berlin ganzjährig und mit höchster Qualität zu versorgen.

4. Klasse

Was ist ein Inkubatorprogramm?

Das Inkubator-Programm ist ein Format für innovative Gründungsinteressierte, die ihre Idee konkretisieren wollen und nach der Gründung bei gleichzeitiger Verringerung der Gründungsrisiken ein schnelles Wachstum anstreben. Die Gründerteams werden einer optimalen Umgebung (einem „Brutkasten“) ausgesetzt und erhalten individuelle Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, beim Erstellen des Businessplans, bei Marktanalysen und Marketingmaßnahmen, aber auch bei organisatorischen und formalen Fragestellungen zur Selbstständigkeit.

Anfahrtsskizze Freiberg Innovation Inkubator / CoWorkingspace FreiWerk