SAXEED Blog

Biogasanlage für kenianische Familien gewinnt Freiberger Mini-Ideenwettbewerb

Kenia, bekannt für seine wunderschönen Landschaften und seine Artenvielfalt. Doch leider leben in diesem faszinierenden Land viele Kenianer in Armut. Vor allem der hygienische Standard ist mit Deutschland nicht zu vergleichen. Um hier einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, hat ein studentischer Verein eine Projektidee entwickelt.

Für Antonia Helf, Studentin der TU Bergakademie Freiberg und Mitglied des Enactus TU Bergakademie Freiberg e.V., ist das Projekt Fairment eine Herzensangelegenheit. Bereits beim Vorprojekt Étoile bereiste sie das afrikanische Land Benin und war aktiv am Aufbau einer Biogasanlage beteiligt. Die dortige Schule verfügte über keine sanitären Anlagen. „Um die Umwelt zu schonen, wurde eine Biogasanlage mit einer Toilette kombiniert. Ein ähnliches Prinzip soll nun nach Kenia übertragen werden.“, erklärt Antonia Helf. Hier liegt der Fokus vor allem auf Familien. Diese sollen durch Low-Tech-Anlagen ihre eigene Biogasanlage betreiben können. Das entstandene Gas dient zur Betreibung des Kochofens, statt der üblichen Holzkohle. Die Gärreste können zur Produktion von Dünger genutzt werden. Erste Partner und Kontakte nach Kenia existieren bereits. Gegenwärtig fehlen unter anderem noch ein konkretes Geschäftskonzept und die Planung der Umsetzungsschritte. All dies soll ab Herbst 2018 im Intensivförderprogramm von SAXEED an der TU Freiberg realisiert werden. Mit dem Gewinn des Freiberger Mini-Ideenwettbewerbs erhält Antonia Helf eine Wild Card für das Inkubatorprogramm sowie 100 Euro Startkapital, gestiftet vom Technologiegründerfonds Sachsen.

Beim Freiberger Mini-Ideenwettbewerb können Studierende ihre eigenen Ideen zur Unternehmensgründung vorstellen. Hierfür füllen die Teilnehmer einen kurzen Fragebogen zu ihrer Idee aus. In diesem Jahr wurden ca. 20 Konzepte eingereicht. Den zweiten Platz belegte Patrick Henkel. Seine Produktidee ioca- taste Brasil ist ein gesundes Fast Food. Tapioca, die Stärke der Pflanze Maniok, kann zur Herstellung verschiedener Speisen verwendet werden. Es dient dabei als Mehlersatz, welcher gesund und nährstoffreich ist. Tapioca ist bereits ein Foodtrend aus Brasilien, dem Heimatland der Pflanze, und soll nun den deutschen Markt erobern. Der Zweitplatzierte enthält das Fachbuch Lean Startup, welches die Münchner Verlagsgruppe gestiftet hat sowie eine TU Freiberg Collage-Jacke.

Christian Schleife, Maschinenbaustudent der TU Freiberg, reichte die Idee für eine Schlaf- Box ein. Diese filtert die Luft, reduziert Geräusche und schirmt Elektrostrahlen ab, damit ein erholsamer Schlaf trotz Elektrosmog oder Allergien ermöglicht wird. Mit dieser Idee gewinnt er den dritten Platz und erhält eine Powerbank sowie Fachliteratur.

Dr. Hans-Werner Schröder, Leiter der AG Naturstoffverfahrenstechnik am Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik, erhielt für seine Leistungen beim Vorantreiben des Projektes „Energetisch optimierte, verschleißreduzierte Agglomerationstechnik“ (EVA) den Gründerförderer-Preis.