SAXEED Blog

Einfach mal anders denken

„Wie kommt man denn auf eine solche Idee?“ Sicher haben auch Sie sich diese Frage hin und wieder schon einmal gestellt. Meist folgt dann die Annahme, dass einem „die guten Ideen“ einfach wie ein Geistesblitz in den Kopf schießen. Doch Erfindungen, innovative Ideen und neue Produkte entstehen nicht einfach über Nacht. Oft sind sie Ergebnis eines Design-Prozesses bei dem der/die Erfinder*in oder Produktdesigner*in einfach mal anders gedacht haben.

So wie die Studierenden der Hochschule Zwickau, die beim SAXEED Innovation Camp lernen anders zu denken und große Probleme auf ganz neue Weise zu lösen. Was könnte beispielsweise dazu beitragen, dass Zwickau zu einem attraktiveren Ort für junge Menschen wird? Wie könnte man das Bewusstsein für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen bereits im Jugendalter stärken? Diese und weitere Probleme sind Thema im Innovation Camp.

Die Lösungsideen und Produkte sollen so benutzerfreundlich wie möglich sein. Dazu muss man seinen Nutzer kennen, dessen Bedürfnisse verstehen und sich in seine Probleme hineindenken. Dabei hilft den Studierenden das Tool der „Persona“ – ein frei erfundener Nutzer, der als Stellvertreter für eine bestimmte Zielgruppe steht. Max M. ist eine dieser „Personas“: Er ist 22 Jahre alt, lebt und studiert in Zwickau, arbeitet neben dem Studium als wissenschaftliche Hilfskraft an der Hochschule, ist sportlich und macht gerne Musik. Sein Problem: Er findet keine Band, in der er seine Leidenschaft für Musik ausleben kann. Außerdem geht Max gerne feiern, doch all seine Freunde sind vergeben und bevorzugen daher die Abende in trauter Zweisamkeit. Max bleibt dann nichts anderes übrig, als den Abend ebenfalls zu Hause zu verbringen. Denn alleine Party machen – dazu kann er sich nicht motivieren. Dank des Perspektivwechsels das Problem durch die Brille des Nutzers zu betrachten, entwickeln die Studierenden am Ende ein Produkt, das Max helfen könnte sein Problem zu lösen. Um potentiellen Nutzern einen ersten Entwurf des Produktes zu zeigen, entwerfen die Studierenden gerade ihren ersten Prototypen. Dieser soll dann einem Markttest unterzogen werden, um herauszufinden, ob das Produkt auch wirklich das Problem des Nutzers lösen kann.

Diese Herangehensweise wird als Design Thinking bezeichnet und fördert die Fähigkeit zur Empathie, Kreativität und Mut Dinge und Ideen auszuprobieren und zu realisieren, die Studierenden ganz neue Wege der Lösungsfindung erfahren lässt.

Beim Pitch-Day am 11. Juni 2019 stellen die Teams sich und ihre Idee vor einer Jury aus erfahrenen Gründerbetreuern des SAXEED-Netzwerks und anderen Start-up-Förderern vor. Welche Idee wird wohl von der Jury am besten bewertet?