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Freiberger Start-up „NaPaGen“ produziert hochreine Edelmetallnanopartikel

Das Start-up „NaPaGen“ von der TU Bergakademie Freiberg arbeitet daran, künftig mit einem innovativen Produktionssystem hochqualitative Edelmetallnanopartikel herzustellen. Ziel ist es, Tinten in verbesserter Qualität für den Inkjet-Druck von elektronischen Bauteilen zu produzieren, die ihren Einsatz in smarten Systemen sowie dem Fahrzeug- und Flugzeugbau finden.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen Edelmetallnanopartikel. Sie bilden die materielle Basis von leitfähigen Inkjet-Tinten in der gedruckten Elektronik. Ihre Beschaffenheit ist ausschlaggebend für die Qualität der industriell verwendeten Tinten. Form und Größe der Nanopartikel in den Tinten können jedoch von Charge zu Charge unterschiedlich sein, da die Herstellung von Nanopartikeln nur schwer zu kontrollieren ist. Die Qualität der aktuell verfügbaren Tinten schwankt entsprechend. Hier setzen die vier WissenschaftlerInnen um NaPaGen-Projektleiterin Nadja Lumme an: „Wir haben die Synthese der Nanopartikel aus einem klassischen Batch-Verfahren, in dem Chemikalien händisch zusammengerührt werden, in ein automatisiert und kontinuierlich arbeitendes System verlegt. Damit können wir die Synthese gezielt beeinflussen und die Eigenschaften der Nanopartikel steuern. Durch das innovative Produktionssystem verbessert sich auch die Qualität der Nanopartikel. Sie werden reproduzierbar und durch die Automatisierung des geschlossenen Systems können Produktionskosten eingespart werden. Diese Kombination führt zu hochwertigen Nanopartikel-Suspensionen und Tinten auf Kundenwunsch.“

Wachstumsmarkt mit vielfältigen Anwendungen

Der Markt für gedruckte Elektronik ist in den letzten Jahren enorm gewachsen und wird zunehmend komplexer. Aktuell umfasst er smarte Systeme, Wearables, sowie die Mobilitäts- und Unterhaltungsindustrie. Allein der Markt der gedruckten Sensoren wird von IDTechEx für das Jahr 2030 auf 4,5 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Derzeit wagen viele kleine und große Unternehmen den Sprung in den Druck von Leiterbahnen & Co., um bestehende Anwendungen zu verbessern oder neue Anwendungen zu generieren. Auch der nachhaltigere Materialeinsatz spielt künftig eine wichtige Rolle in der Branche.

Finanziert wird das Start-up bis September 2022 im Rahmen einer EXIST-Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das Gründernetzwerk SAXEED der TU Bergakademie Freiberg unterstützt und begleitet die GründerInnen bereits seit der Antragstellung über die gesamte Projektlaufzeit mit wöchentlichen Meetings, einem strukturierten Workshop-Programm und etappenweisen Pitchdays mit Experten-Feedback.

Weitere Informationen:

Zum Start-up NaPaGen

Ansprechpartner:

Nadja Lumme, Tel.: +49 3731 39-3972, E-Mail: nadja.lumme@napagen.tu-freiberg.de