SAXEED Blog

Neues Startup-Projekt an der TU Bergakademie Freiberg gestartet

„SelfSeal“ heißt eine neue Start-up-Idee an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Dabei handelt es sich um einen Dichtstoff, der die jährlichen Wartungs- und Reparaturkosten von Hochtemperaturanlagen deutlich reduzieren kann. Die zum Patent angemeldete Idee wird mit einem EXIST-Gründerstipendium gefördert.

Gerade bei Hochtemperaturanlagen, wie beispielsweise Glasschmelzöfen, lassen sich aufgrund der hohen Temperaturen oft Abnutzungen an den Fugen erkennen. Das führt zu Wärme- und Abgasverlusten. Konventionelle Lösungen zur Abdichtung der Fugen korrodieren relativ schnell und müssen daher ständig erneuert werden.

Die am Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik der TU Bergakademie Freiberg entwickelte Fugenmasse „SelfSeal“ bietet Anlagenbetreibern künftig gleich mehrere Vorteile. Das Material besteht aus Schaumglas und dichtet die Fugen mit weniger Aufwand zuverlässig und langlebig ab. Damit lassen sich zum einen Wartungs- und Reparaturkosten von Hochtemperaturanlagen deutlich reduzieren und zum anderen Risiken für Produktionsausfälle senken.

Das zum Patent angemeldete Produkt soll in einem Start-up weiterentwickelt werden. Zum Gründerteam gehören Dr. Marc Lüpfert (Ingenieur), Rebecca Lehmann (Ingenieurin) und Anna Werner (Betriebswirtin). Bis Ende 2019 will das Team um Projektleiter Dr. Marc Lüpfert den Hochtemperaturdichtstoff fertig entwickeln und anschließend auf den Markt bringen.

Für den Weg von der Hochschule zum eigenen Start-up erhält das Gründerteam mit Unterstützung durch SAXEED seit Mai 2019 eine Förderung über das Programm EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. In diesem Rahmen werden Stipendien für drei Gründer für eine Dauer von 12 Monaten sowie Sachmittel in Höhe von 35.000 Euro gefördert.

 

Foto: Das Projektteam SelfSeal Anna Werner, Dr. Marc Lüpfert, Rebecca Lehmann (v.l.n.r.), (c) Andre Uhlmann