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Pitch des Monats September – 3D-Druck Erzgebirge

Im Monat September stellen wir euch im #PitchdesMonats Henrik Schnorr und sein im Juli 2021 gegründetes Unternehmen 3D-Druck Erzgebirge vor.

Henrik hat zunächst eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker absolviert. Anschließend holte er sein Fachabitur nach. Dadurch war es ihm möglich, ein Maschinenbau Studium mit Schwerpunkt Maschinenkonstruktion an der WH Zwickau zu absolvieren. Während des Studiums konnte er erste Erfahrungen mit Auftragsdrucken sammeln, z. B. für Familie und Freunde, aber auch das Racing Team der Hochschule zählen da schon zu seinen Auftraggebern. Die Druckarbeiten setzte er mit seinem ersten 3D Drucker um, den er selbst gebaut hatte.

Seit bereits 10 Jahren macht Henrik sich schon Gedanken zum Thema Selbstständigkeit. Die eigenständige Entwicklung und Umsetzung eines Projekts sowie die damit einhergehende Unabhängigkeit interessierten ihn daran besonders.

Im Juli 2021 war es dann so weit. Henrik gründet sein Unternehmen 3D-Druck Erzgebirge. Obwohl 3D-Druck in aller Munde ist und als etablierte Technologie gilt, mangelt es im Umgang damit oft an genügend Know-How. Deswegen legt er besonders Wert auf individuelle und enge Beratung seiner Kunden, da besonders beim Anfertigen von Prototypen viel Vertrauen notwendig ist. Um sein Geschäft breiter aufzustellen, bietet er neben der Produktion von Serien à 100 – 10.000 Stück mittels 3D-Drucker auch Dienstleistungen als freiberuflicher Konstrukteur an. Sein Ziel ist es, damit seine Kunden beim Konstruieren von Bauteilen zu unterstützen oder die Konstruktion vollständig zu übernehmen. Dabei bietet er dem Kunden Unterstützung in Präsenz sowie digital an. Henrik betrachtet die räumliche Nähe zum Kunden als erfolgskritisch, da Flexibilität der Mitarbeiter von KMUs immer mehr in den Fokus rückt.

Henrik möchte zukünftig sein Unternehmen vergrößern und den Workspace hierzu aus dem privaten Arbeitszimmer in eine separate Gewerbeimmobilie verlagern. Des Weiteren möchte der Gründer das Thema Nachhaltigkeit für seinen 3D-Druck optimieren und als ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Firma etablieren, sodass ein vollständiger Umstieg auf erneuerbare Energien möglich ist.

Für Gründungsinteressierte empfiehlt Henrik die Selbstständigkeit zunächst im Nebenerwerb zu verfolgen – „quasi als eine Art Testlauf zu starten und das Geschäft dann sukzessive auszubauen“. Außerdem lohnt es sich, Grenzen zu erweitern und Glaubenssätze stets zu hinterfragen. Vor allem in Gesprächen mit Unterstützern und möglichen Kunden liegt seiner Meinung nach viel Verbesserungspotenzial.