SAXEED Blog

TUClab an der TU Chemnitz geht an den Start

Sächsisches Wissenschaftsministerium erteilt Auftrag zur Gründungsförderung von Start-ups an der TU Chemnitz mit drei Millionen Euro

Im Auftrag des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) fördert die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) die Unterstützung von Gründungsaktivitäten an der Technischen Universität Chemnitz. Für zunächst drei Jahre stehen je eine Million Euro zur Verfügung. Mit einem Teil des Geldes wird eine Beratungs- und Betreuungsstruktur an der TU Chemnitz – ein sogenanntes TUClab – aufgebaut. Ein anderer Teil steht für Beteiligungen an Unternehmen zur Verfügung. Die SAB und die TU Chemnitz haben dazu eine Fördervereinbarung unterzeichnet. Die zu fördernden Gründer werden jährlich mittels eines Wettbewerbs ausgewählt. Ab 1. August 2018 startet die Bewerbungs- und Auswahlphase für den ersten Wettbewerb.

Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange begründet den Förderauftrag: „Chemnitz und die Technische Universität stehen für eine aktive Gründerkultur. Wir werden daher die weitere Entstehung von Start-up-Unternehmen in der Region fördern. Wissenschaftler und Hochschulangehörige benötigen oft Beratung und Startkapital, um das von ihnen erworbene Wissen und die selbstentwickelten Technologien unternehmerisch verwerten zu können. Ich danke der SAB für die Entwicklung dieses bankeigenen Förderprogramms. Solch ein Instrument ist immens wichtig, um die Entwicklungen, das Wissen und die Technologien der Hochschulen im Land zu halten und ihren Transfer in die regionale Wirtschaft zu ermöglichen. Die Förderung von Ausgründungen zählt zu den wesentlichen Transferfeldern von Hochschulen.“

Gudrun Wojahn, Bereichsleiterin „Kredit“ der SAB, sieht in dieser Initiative zur Förderung des innovativen Gründergeschehens im unmittelbaren Umfeld einer technischen Universität einen wichtigen Aspekt zur Konkretisierung des Förderauftrags der SAB als Förderbank des Freistaates Sachsen und führt aus: „Wir wollen jungen Gründern eine Zukunftschance geben. Die SAB unterstützt innovative Gründer mit bankeigenen Mitteln und eröffnet ihnen neue Perspektiven zur Verwirklichung ihrer Geschäftsideen. Wir sichern damit den unmittelbaren Transfer von Wissen aus Lehre und Forschung in die Wirtschaft. Von einer besseren Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft profitieren neben der Universität auch die Stadt und die ganze Region Chemnitz.“

Der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, erläutert das mit dem TUClab verfolgte Ziel: „An der TU Chemnitz existiert mit SAXEED bereits ein erfolgreiches Gründernetzwerk, dessen Aktivitäten durch das TUClab nun eine äußerst bedeutende und innovative Ergänzung in inhaltlicher wie zeitlicher Hinsicht erfahren. Ich danke dem SMWK sowie der SAB für die tatkräftige und zukunftsweisende Unterstützung der Gründungsaktivitäten an der TU Chemnitz.“

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig lobt die Wirkung der Förderung für die Stadt: „Mit dem Aufbau des TUClabs entsteht in unserer Stadt ein weiterer wertvoller Baustein für eine vielfältige und vitale Gründerszene. Dieser Baustein ist wichtig und nimmt Unternehmensgründungen gezielt aus dem Umfeld der Forschungs-Kernkompetenzen unserer Technischen Universität in den Blick. Mit der Schwerpunktsetzung auf die Bereiche Materialien und intelligente Systeme, Ressourceneffiziente Produktion und Leichtbau sowie Mensch und Technik werden Start-ups angesprochen, die sich an der reichen industriellen Tradition unserer Region orientieren und gleichzeitig aktuelle und hochinnovative Themenfelder besetzen. Darüber freue ich mich sehr und danke allen Beteiligten, die dieses Projekt vorangetrieben und unterstützt haben.“

Hochschulangehörige, die eine Ausgründung planen und sich über die Modalitäten der Förderung informieren möchten, können sich direkt an die TU Chemnitz wenden: Dr. Susann Köhler, Referentin im Büro des Rektors (Schwerpunkt Wissens- und Technologietransfer), Telefon 0371 531-34326, E-Mail wissenstransfer@tu-chemnitz.de.

Quellen: Pressemitteilung des SMWK und der TU Chemnitz

Grafik:Jacob Müller