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Wie eine Idee über sich hinauswächst – Cinector in Berlin

Vor einigen Jahren hat sich aus der Hochschule Mittweida heraus ein Startup namens Cinector gegründet. Dieses Jahr eröffneten sie nun ihr erstes Büro in unserer Hauptstadt, im Geschäftsviertel von Berlin Mitte. Ein neuer Standort bedeutet neue Perspektiven aber auch Herausforderungen. In einem Interview mit dem Geschäftsführer Tobias Tauscher wird deutlich, welche Ziele Cinector verfolgt und was die Gründe für diesen Schritt waren.

Mit der Softwareeinführung von „Cinector STAGE“ ermöglicht das junge Unternehmen die schnelle und einfache Produktion von Animationsfilmen. Dabei liegt jedoch der Fokus nicht auf der Unterhaltung, vielmehr ist die Software für den professionellen Einsatz in Unternehmen gedacht. Ein besonderes Augenmerk wird auf die E-Learning-Möglichkeit in Form von Recruiting-, Sicherheitsmaßnahmen-, Konzept-Filmen etc. gelegt.

Mit ihrem zweiten Standort in Berlin Mitte wollen Tobias Tauscher und sein Team ihr Unternehmensnetzwerk erweitern. Als Ziel haben sie sich dabei gesetzt, den persönlichen Kontakt zu internationalen Kunden weiter auszubauen. Das heißt unter anderem, für ihre bisherigen Klienten besser erreichbar und für zukünftige Kunden mehr präsent zu sein. Neben dem Ziel der Kundenbindung arbeitet Cinector bereits am nächsten Projekt, wofür das Unternehmen Experten in der deutschen Hauptstadt ausfindig macht und für dieses sowie weitere Projekte in der Zukunft gewinnen möchte. Auf lange Sicht visiert das Team von Cinector den Aufbau eines großen Netzwerkes an Kunden und Experten sowie die Generierung von neuen Ideen an.

Ihre Wurzeln in Mittweida bleiben nichtsdestotrotz bestehen. Das hat sowohl strategische und wirtschaftliche als auch persönliche Gründe. Eine vollständige Standortverlagerung nach Berlin hätte für das Unternehmen einen enormen finanziellen Aufwand bedeutet. Dahingegen bietet Mittweida mehr Sicherheit in Bezug auf die Fluktuation von Mitarbeitern. Das Risiko, dass Personal schneller abgeworben wird, ist in Berlin um ein Vielfaches höher. Zudem zeichnet sich Cinector durch die technologischen Entwicklungen aus, die ihren Ursprung in Mittweida haben. Letztendlich bietet die kleine sächsische Stadt einen Ruheort als Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und stellt für viele Mitarbeiter den Lebensmittelpunkt dar.

Einfach war es nicht ein passendes Büro, in optimaler Lage und zu einem bezahlbaren Preis in der Hauptstadt zu finden. Empfehlungen aus ihrem bereits bestehenden Netzwerk haben die Suche erleichtert und zum neuen Büro geleitet. Welche Entwicklungen der neue Standort mit sich bringt und ob der Standort Berlin weiter ausgebaut wird, zeigt sich Ende dieses Jahres. Cinector bleibt offen für Neues und ist nicht abgeneigt, weitere Büros zu eröffnen und Partner zu gewinnen. In welche Richtungen das Unternehmen seine Wurzeln weiterausweiten wird, liegt allein in den Händen der Zukunft.

Tobias Tauscher hat abschließend noch ein paar Tipps zur Standortsuche für die Startups-Gründer parat: Jedes Unternehmen sollte seine individuellen Bedürfnisse betrachten: Bin ich auf Zulieferer angewiesen? Wo sind meine Kunden am stärksten vertreten? Wo sitzt meine Konkurrenz? Dabei sollte man immer authentisch bleiben und nicht jedem Trend folgen, wenn es nicht notwendig ist. Cinector bleibt sich auf jeden Fall treu: „Wir sind Entwickler und das bleiben wir auch!“, so Tobias Tauscher, Mitgründer und Geschäftsführer von Cinector.

Bild: Cinector, https://www.cinector.de/wp-content/uploads/2019/01/logo-cinector-800×240.png

Webseite: https://www.cinector.de/