SAXEED Blog

Zukunftsweisende Projekte und eine außergewöhnliche Siegerehrung: Dritter digitaler Gründerstammtisch SAXEED Mittweida.

Auch in diesem Semester begrüßte SAXEED Mittweida wieder zahlreichen TeilnehmerInnen zum Gründerstammtisch. Prof. Dr. Frank Schumann (Projektleiter von SAXEED am Standort Mittweida) eröffnete den dritten digitalen Gründerstammtisch mit tatkräftiger Unterstützung des SAXEED-Teams. Unter den vielen Highlights sorgten die Elevator-Pitches, der ersten InnoAcademy-TeilnehmerInnen sowie die Verleihung des Prof. Detlev-Müller-Startup-Preises, mit überaus überraschendem Ausgang, für besonders großes Staunen der Zuhörenden. Begleitet wurde der Abend durch die hervorragende Moderation von Johanna Mathei (studentische Hilfskraft am Standort Mittweida). 

Ideenreichtum, Selbstverwirklichung, Zukunftsprojekte – 12 Wochen durften die PraktikantInnen der InnoAcademy nun eine ganz andere, innovative Art von Praktikum erleben. Dirk Liebers (Gründerbetreuer am Standort Mittweida) stellte das Konzept des neuartigen Praktikums dar und gab allen Gästen an diesem Abend Einblicke in die Inhalte der vergangenen Wochen, die er gemeinsam mit seinen KollegInnen, den PraktikantInnen und Partnerunternehmen gestaltet hatte. 

Durch Professor Schumann und seinem Team wurde für die Studierenden ein ganz außergewöhnliches Praktikumskonzept erarbeitet, das eine gelungene Kombination aus praktischer Erfahrung, Umsetzung eigener Projektideen und einer ständigen Weiterbildung beinhaltet. An diesem Abend wurde ganz deutlich, dass bei der InnoAcademy die Selbstverwirklichung und ein freies, selbstbestimmtes Ausarbeiten eigener Konzepte im Fokus steht. Die PraktikantInnen erlebten den Aufenthalt in einem der vielseitigen Partnerunternehmen, wurden vom Gründernetzwerk SAXEED Mittweida intensiv betreut und mit Workshops und Weiterbildungen begleitet. 

Dirk Liebers (Gründerbetreuer am Standort Mittweida) stellt die Partnerunternehmen der InnoAcademy vor

Das Konzept ist ganz neu für die Hochschule Mittweida, aber ebenso eine Neuerung für die Wirtschaft. Auch bei Herrn Prof. Detlev Müller stieß das Konzept auf offene Ohren, sodass IMM electronics GmbH eines der Partnerunternehmen wurde.

Über die Wichtigkeit virtueller Events, die nigerianische Postversorgung und die Steigerung von Kundenkontakten – das waren mitunter Themen der erstaunlich vielfältigen Projekte, die in den anschließenden Elevator-Pitches von den PraktikantInnen der InnoAcademy ausgearbeitet und dem Gründerstammtisch vorgestellt wurden. Es war nicht verwunderlich, dass unter anderem auch die Corona-Pandemie zum Thema bei der Ideenentwicklung wurde. 

Amjad Aun durfte z.B. seine praktische Erfahrung bei enviaM sammeln und beschäftigte sich mit der möglichen Änderung von Kundenbedürfnissen während und nach der Pandemie sowie der Frage, wie man das Thema Energie und Strom für Kundinnen und Kunden erlebbar machen kann. Es solle künftig beim Aufenthalt in einer Filiale nicht mehr rein um das Kaufen eines Produktes gehen, da dies ohnehin auch online möglich ist. Zudem beschäftigte sich Herr Aun im Rahmen der InnoAcademy mit Themen wie Internet of Things (IoT), die Beachtung von Filialstrukturen (Popup Store, Flagship Store), Virtual Reality und die Differenzierung der unterschiedlichen Ansprüche einzelner Kundensegmente. 

Virtueller Weihnachtsmarkt und 3D-Messen? Antonio Weimar kam bei seinem Interesse für Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) sowie für 360° Medien bei der VRENDEX GmbH voll und ganz auf seine Kosten. Die InnoAcademy ermöglichte ihm in die Welt der virtuellen Events einzutauchen und sich mit der Verbesserung von Interaktionen, Kommunikation und dem gegenseitigen Kennenlernen in digitalen Räumen zu befassen. Er fokussierte sich dabei i auf den Einsatz von Bewegtbild und dem Einbinden von realen Personen im virtuellen Raum. Die Ergebnisse seiner intensiven Arbeit zeigte er beim Gründerstammtisch direkt in einem fesselnden Video. Antonio Weimar sieht die Vorteile des weiteren Ausbaus virtueller Events besonders in der Zeitunabhängigkeit und Ortsungebundenheit. Auch könnten diese eine gute Alternative zu Großveranstaltungen werden oder diese ergänzen.

Diana Shek zeigte den Zuhörenden beeindruckende Computersimulationen, welche mithilfe der Präsentationssoftware Cinector STAGE realisiert wurden. Ihre Projektidee handelte vom Thema Mülltrennung, zu welcher sie gemeinsam mit der Firma prostartup/IMM GmbH Lösungsmöglichkeiten erarbeitete. Diana Shek beschäftigt das mangelnde Verständnis an Ökologie in ihrem Heimatland Kasachstan. Sie nutzte die Praktikumszeit dafür, mittels aufwendiger Interviews, die Meinungen von Studierenden in Kasachstan zu diesem Thema zu erörtern und zu verstehen. Auch nach der InnoAcademy möchte sie weiter an dieser Problematik arbeiten. Herr Prof. Müller (Gründer und Inhaber der IMM electronics GmbH) brachte am Gründerabend zum Ausdruck, dass er mit den Ergebnissen sehr zufrieden ist und sich auf weitere spannende Projekte im neuen Jahr freut.  

Jeremias Krämer stellte sein eigenes Projekt vor. Am Beispiel der schwachen und teuren nigerianische Postversorgung zeigte er auf, wie er dieser Problematik durch eine Peer-to-Peer (P2P) Plattform mit Blockchain Absicherung entgegenwirken möchte. Das dreimonatige Praktikum brachten ihm für sein eigenes Projekt sehr viel. Er nutzte die einmalige Möglichkeit, Hypothesen aufzustellen und zu testen, ihm vorgestellte neue Tools auszuprobieren, einen Fragenkatalog zu erstellen und Interviews zu führen sowie den Raum für Gespräche und neue Perspektiven zu nutzen. 

Jeremias Krämer (InnoAcademy-Praktikant) beim Elevator-Pitch

Mit einem eindrucksvollen Video ließ Phillip Hellwig das Publikum in das Thema Audio Software eintauchen und zeigte ebenfalls, dass er während des Praktikums innovative Ideen entwickeln und auch gleich ausprobieren konnte. Mit der Firma forward audio GbR erfuhr er, wie harte Lizenzverträge, teilweise unzureichende Hersteller-User-Kommunikation, starke Konkurrenz oder auch die unzählige Auswahl an Audio-Features der Branche Schwierigkeiten bereiten. Die in den SAXEED Workshops näher gebrachten Tools konnte er nutzen, um die Kundenkontakte von forward audio GbR zu steigern und ein genaues Bild der Zielgruppe zu erhalten. Der Schlüssel zum Erfolg war hierbei das Kennenlernen des Kundenkreises. Durch Kundenumfragen kam er unter anderem auf die Idee, mit Tontechnikschulen zu kooperieren.

Philipp Funccius ging der Frage “Wie kann die STAGE Software im Rahmen der Anforderungen ausgewählter Kunden weiterentwickelt werden?” nach. Die Firma Cinector GmbH unterstütze ihn bei seinen gewählten Lösungsansätzen wie beispielsweise den Bereichen Gamification, Tutorials, Video-Wettbewerb, Skillshare-Plattformen und der Überarbeitung des Intranets. Die InnoAcademy konnte Philipp Funccius vor allem einen Einblick in eine Vielzahl an Methoden, verschiedene Perspektiven und neue Arbeitsweisen verschaffen.

Das InnoAcademy-Konzept stieß bei den TeilnehmerInnen auf große Begeisterung und entwickelt sich zur Freude aller Beteiligten zum geplanten Erfolg. SAXEED Mittweida wünscht sich für den nächsten Durchlauf 2022 weitere spannende Partnerunternehmen, um ein noch breiteres Spektrum an Branchen für die Studierenden anbieten zu können sowie viele Bewerbungen von Studierenden aus Mittweida und anderen Hochschulen.

Ein weiteres Highlight des Abends wurde den TeilnehmerInnen durch die Verleihung des Prof. Detlev-Müller-Startup-Preises zuteil. Bei dem Preis wurden AbsolventInnen der Hochschule Mittweida berücksichtigt, deren Gründungen nicht länger als 5 Jahre her war. Unter den Nominierungen befanden sich die Antacon GmbH, einer Ausgründung aus dem Laserzentrum der Hochschule Mittweida, die Pharm AI GmbH aus Dresden, in deren Team drei Absolventen der Hochschule Mittweida vertreten sind (CTO Florian Kaiser, Tomás Cabrera sowie Christoph Leberecht) und mit der MOEWE Optical Solutions GmbH eine weitere Hochschulausgründung.

Sieger des Abends wurde die MOEWE (Mittweidaer Opto-Elektronik WErkstätten) Optical Solutions GmbH mit Herrn Prof. Dr. André Streek, dem der Preis live durch Herrn Prof. Müller übergeben wurde.

Der aktuelle Preisträger: MOEWE Optical Solutions GmbH

Große Apertur, kompakte Bauweise und hohe optische Robustheit – all das vereinen die hochwertigen und industrietauglichen Polygon-Scanner des im Jahr 2018 gegründeten Hightech-Startups MOEWE Optical Solutions GmbH. Durch die volle Digitalisierung des Gerätes können eine hohe Genauigkeit und die Echtzeit-Integrierbarkeit in externe Koordinatensysteme angeboten werden. 

Der Spannungsbogen wurde an diesem Abend ein weiteres Mal angehoben und brachte die Gäste des Abends zum Staunen. Das soeben verliehene Preisgeld wurde direkt für karitative Zwecke gespendet! Das Preisgeld unterstützt die Neuanschaffung des in die Jahres gekommenen Busses “Freizeit-Franz”” und bringt damit die Finanzierung des gemeinnützigen Fördervereins zur Freizeitgestaltung Ercula e.V. einen großen Schritt weiter. Das Spielemobil bietet für Gemeinden des Landkreises Mittelsachsen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche.

Spendenscheck von IMM GmbH und MOEWE GmbH an Erucula e.V.

 

Die Teilnehmenden des digitalen Gründerabends profitierten auch in diesem Semester von den Erfahrungen und nutzen die Chance des Austauschs. Für das fleißige Vernetzen untereinander wurden private Breakout-Räume angeboten.

Besonderen Dank an alle TeilnehmerInnen für diesen anregenden und gelungenen Abend, für die Unterstützung aller Partnerunternehmen und die Bereitschaft der InnoAcademy-PraktikantInnen, ihre Projekte vorzustellen. Nochmals herzlichen Glückwunsch an den diesjährigen Preisträger MOEWE Optical Solutions GmbH.

Wir sind voller Vorfreude auf den kommenden gemeinsamen Gründerstammtisch.

 

FOTOS: SAXEED, IMM GmbH