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SAXEED vernetzt TUBAF-Startups mit etablierten Unternehmen

Die Netzwerkveranstaltung “Industrie trifft Start-up” des Gründungsnetzwerks SAXEED an der TU Bergakademie Freiberg hat sich zum Ziel gesetzt, Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und der Gründer-Community der TU Bergakademie Freiberg zu fördern. Am vergangenen Dienstag fand die zweite Auflage statt, in der Gründerinnen und Gründer ihre Vorhaben präsentierten und den Unternehmern einen Einblick in ihre aktuelle Entwicklungsphase entlang der Startup-Journey gaben.

Mehr als 85 Gründungsinteressierte, Gründerinnen und Gründer, Unternehmer und Partnerinnen und Partner aus dem regionalen Gründungsökosystem trafen sich am Dienstag, den 14.11.2023 in der Alten Mensa in Freiberg, um gemeinsam die Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Industrie und innovativen Start-ups zu erkunden.

Im Eröffnungs-Panel thematisierten Oberbürgermeister Sven Krüger, Kerstin Kunze von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Mittelsachsen und Prorektor Prof. Dr. Andreas Horsch die bedeutende Rolle von Freiberger Gründungen für die Region und die Standortvorteile der Universitätsstadt Freiberg. Dabei lobte der OB Krüger die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure in der Gründungsunterstützung in Freiberg. Darauf aufbauend betonte Prof. Horsch die Bedeutung von Ausgründungen als ein zentrales Element der sogenannten dritten Mission der Hochschule im Bereich Transfer.

Oberbürgermeister Sven Krüger, Kerstin Kunze von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Mittelsachsen und Prorektor Prof. Dr. Andreas Horsch

 Die Startup Journey, also der Weg vom Forschungsprojekt zur Ausgründung bildete den roten Faden der Veranstaltung. Entlang der verschiedenen Entwicklungsstufen wurden Gründungsprojekte vorgestellt. Oliver Schmidt und Amir Mohammad vom Institut für Experimentelle Physik legten ihren Stand im frühphasigen Validierungsprojekt „AluBat“ dar, welches sich mit der kostengünstigen Herstellung von Batteriezellen aus Aluminium beschäftigt.

Ihre konkrete Gründungsabsichten stellte Marlene Baumhardt vom Institut für Anorganische Chemie dar. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie ein Verfahren zur Herstellung von Isocyanate unter Verwendung von CO2 entwickelt, ohne dass hochgiftiges Phosgen entsteht. In ihrem Pitch erklärte sie anschaulich die Anwendungsfelder und die Vorteile des CYNiO-Verfahrens.

Mit Vincent Stepputat, Gründer und Geschäftsführer der plasmotion GmbH erhielten die Teilnehmenden schließlich einen Einblick in ein Start-up im Bereich der Anlagentechnik, welches sich in der Wachstumsphase befindet.  Die Möglichkeit, eigene Projekte und Innovationen mit der engagierten Start-up-Community umzusetzen, wurde als Chancen betont.

Den Abschluss bildete ein Gespräch mit dem Unternehmer und Startup-Mentor Dr. Robert Eder, Geschäftsführer der ibt GmbH. Er erläuterte seine Motivation, sein unternehmerisches Wissen für die nächste Generation von Start-ups einzubringen. Dabei ging er auch auf die Vorteile der Zusammenarbeit mit SAXEED und der TU Bergakademie Freiberg ein.

Dr. Robert Eder im Gespräch mit Andre Uhlmann

 Die Teilnehmenden konnten nicht nur potenzielle Geschäftspartner und Investoren treffen, sondern auch wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise und Bedürfnisse der Gründerinnen und Gründer gewinnen.

“Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und unterstreicht die Relevanz der Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und der innovativen Start-up-Szene”, erläutert Andre Uhlmann, Standortleiter von SAXEED an der TU Bergakademie Freiberg. “Die Begeisterung und der Austausch zwischen den Teilnehmenden zeigen das enorme Potenzial des Gründungsökosystems Mittelsachsens.”

Die Netzwerkveranstaltung schloss mit einem lebhaften Networking und einem gemeinsamen Abendessen, bei dem die Teilnehmenden die Gelegenheit nutzten, Kontakte zu knüpfen und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten zu besprechen. Die lebhaften Diskussionen zeigten, wie die Verbindung zwischen etablierten Unternehmen und aufstrebenden Start-ups neue Perspektiven für beide Seiten eröffnet.

Für weitere Informationen über kommende Veranstaltungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit innovativen Start-ups der TUBAF steht das Gründungsnetzwerk SAXEED gerne zur Verfügung.

 

Kontakt für Rückfragen:

Andre Uhlmann, Mail: andre.uhlmann@tu-freiberg.de; Tel: 03731/393887

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Drei Gewinner im „TUClab-Wettbewerb“ 2023

Start-ups aus den Bereichen Nanokomposit-Kraftsensoren, Waldbrandprävention und Indoor Farming Solutions überzeugten die Jury mit ihren Geschäftskonzepten – auch eine Chemnitzer TU-Ausgründung befindet sich unter den Siegern.

Die Gründer-Teams von NanoSen, Greenhub Solutions und TRID setzten sich am 10. November 2023 beim 6. „TUClab-Wettbewerb“ der Technischen Universität Chemnitz mit ihren innovativen Geschäftskonzepten durch.

Insgesamt hatten sich an diesem Tag fünf Finalisten mit ihrem Pitch in der Universitätsbibliothek der Jury vorgestellt. Neben den Gewinnerteams präsentierten auch Crowd-Recht und Sonic Moves ihre Idee. Insgesamt waren die Projekte durch einen hohen Grad an Innovativität, Kreativität und Wachstumspotenzial gekennzeichnet.

Prof. Dr. Uwe Götze, Prorektor für Transfer und Weiterbildung der TU Chemnitz gratulierte und stimmte TUClab-Projektleiter Dr. Joseph Heß zu, dass „die Jury das Potenzial bei jedem einzelnen Team gesehen hat und eine weitere Unterstützung auch nach dem Wettbewerb gern in Anspruch genommen werden kann.“ Es sei insgesamt nicht leicht gewesen, die drei Gewinner des Wettbewerbs auszuwählen, machte auch Dr. Joseph Heß deutlich.

Das vom Gründungsnetzwerk SAXEED in der Masterclass betreute Team von NanoSen freut sich ebenfalls sehr unter den Gewinnern zu sein.

NanoSen: Effiziente Polymer-Sensoren zur Serienreife führen

Im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfers entwickelt das Team von NanoSen ein innovatives Verfahren zur Massenproduktion von Kraftsensoren. „Unser Ziel ist, eine innovative Produktionsanlage zu bauen, um Nanokomposit-Kraftsensoren künftig kostengünstig und in größeren Serien als bisher möglich herzustellen“, sagt Joseph Stephens vom Team NanoSen. Nanokomposit-Kraftsensoren sind sehr leistungsstarke Messgeräte, die das Gewicht einer Stecknadel und 40 Liter Wasser messen können. Sie bestehen aus einem sehr flexiblen und dehnbaren Polymer, wie zum Beispiel Silikon, die mit leitfähigen Nanopartikeln vernetzt sind. Zudem sind sie waschbar, was sie unter anderem für die Integration in Textilien sehr attraktiv macht. Allerdings ist die Herstellung bisher sehr aufwendig. Aktuell können maximal um die 200 Stück in acht Stunden gefertigt werden. „Mit NanoSens möchten wir eine Anlage entwickeln, die in etwa 13.000 Sensoren pro Tag herstellen kann“, so Stephens.

Durch die größere Verfügbarkeit ergeben sich mehr Einsatzmöglichkeiten. Das neue Fertigungsverfahren soll dafür sorgen, dass die Elektronik in Consumer-Produkten zum Einsatz kommt, was bisher aufgrund zu hoher Kosten in großer Serie nicht möglich war. Das würde den Einsatz als integrierte Sensorik in Kleidungsstücken als Wearables ermöglichen, die für die Verwendung in Telemedizin und Leistungssport für digitale Gesundheits- und Fitnessanwendungen geeignet sind.

Hintergrund: TUClab-Wettbewerb 2023

Der 6. TUClab-Wettbewerb mit dem Ziel der aktiven Gründungsförderung von Start-ups startete im August 2023 an der Technischen Universität Chemnitz. Er wurde seitens der Sächsischen Aufbaubank als Förderbank des Freistaates Sachsen und der TU durch die Einrichtung eines sogenannten „TUClab“ zur gemeinsamen unbürokratischen Unterstützung und Förderung für Gründerinnen und Gründer initiiert. Im Rahmen dieses Wettbewerbs konnten am 10. November 2023 drei ausgewählte Unternehmensgründungen einen Zugang zu einer Startfinanzierung in Form eines Beteiligungskapitals der Sächsischen Beteiligungsgesellschaft mbh (SBG) erhalten. Für die drei Unternehmen stehen jeweils maximal 300.000 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen der Zugang zur Infrastruktur der TU Chemnitz bzw. ausgewählter Transferpartner sowie die Einbindung in Transfer- und Mentoren-Netzwerke der Universität.

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