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Bruchsicheres Glas: Start-up der TUBAF für Sächsischen Unternehmerpreis nominiert

Das Freiberger Start-up »ReViSalt« hat in Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg ein Verfahren für die Verfestigung von Glas entwickelt. Damit kann bruchsicheres und kratzfestes Glas dünner, leichter, stabiler und zugleich kostengünstiger hergestellt werden. Die Gründer wurden deshalb für den Start-up-Preis 2024 nominiert.

Zum Vorab-Bericht des Sächsischen Unternehmerpreises

Bild: Unternehmerpreis/Uwe Mann

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SAXEED vernetzt TUBAF-Startups mit etablierten Unternehmen

Die Netzwerkveranstaltung “Industrie trifft Start-up” des Gründungsnetzwerks SAXEED an der TU Bergakademie Freiberg hat sich zum Ziel gesetzt, Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und der Gründer-Community der TU Bergakademie Freiberg zu fördern. Am vergangenen Dienstag fand die zweite Auflage statt, in der Gründerinnen und Gründer ihre Vorhaben präsentierten und den Unternehmern einen Einblick in ihre aktuelle Entwicklungsphase entlang der Startup-Journey gaben.

Mehr als 85 Gründungsinteressierte, Gründerinnen und Gründer, Unternehmer und Partnerinnen und Partner aus dem regionalen Gründungsökosystem trafen sich am Dienstag, den 14.11.2023 in der Alten Mensa in Freiberg, um gemeinsam die Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Industrie und innovativen Start-ups zu erkunden.

Im Eröffnungs-Panel thematisierten Oberbürgermeister Sven Krüger, Kerstin Kunze von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Mittelsachsen und Prorektor Prof. Dr. Andreas Horsch die bedeutende Rolle von Freiberger Gründungen für die Region und die Standortvorteile der Universitätsstadt Freiberg. Dabei lobte der OB Krüger die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure in der Gründungsunterstützung in Freiberg. Darauf aufbauend betonte Prof. Horsch die Bedeutung von Ausgründungen als ein zentrales Element der sogenannten dritten Mission der Hochschule im Bereich Transfer.

Oberbürgermeister Sven Krüger, Kerstin Kunze von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Mittelsachsen und Prorektor Prof. Dr. Andreas Horsch

 Die Startup Journey, also der Weg vom Forschungsprojekt zur Ausgründung bildete den roten Faden der Veranstaltung. Entlang der verschiedenen Entwicklungsstufen wurden Gründungsprojekte vorgestellt. Oliver Schmidt und Amir Mohammad vom Institut für Experimentelle Physik legten ihren Stand im frühphasigen Validierungsprojekt „AluBat“ dar, welches sich mit der kostengünstigen Herstellung von Batteriezellen aus Aluminium beschäftigt.

Ihre konkrete Gründungsabsichten stellte Marlene Baumhardt vom Institut für Anorganische Chemie dar. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie ein Verfahren zur Herstellung von Isocyanate unter Verwendung von CO2 entwickelt, ohne dass hochgiftiges Phosgen entsteht. In ihrem Pitch erklärte sie anschaulich die Anwendungsfelder und die Vorteile des CYNiO-Verfahrens.

Mit Vincent Stepputat, Gründer und Geschäftsführer der plasmotion GmbH erhielten die Teilnehmenden schließlich einen Einblick in ein Start-up im Bereich der Anlagentechnik, welches sich in der Wachstumsphase befindet.  Die Möglichkeit, eigene Projekte und Innovationen mit der engagierten Start-up-Community umzusetzen, wurde als Chancen betont.

Den Abschluss bildete ein Gespräch mit dem Unternehmer und Startup-Mentor Dr. Robert Eder, Geschäftsführer der ibt GmbH. Er erläuterte seine Motivation, sein unternehmerisches Wissen für die nächste Generation von Start-ups einzubringen. Dabei ging er auch auf die Vorteile der Zusammenarbeit mit SAXEED und der TU Bergakademie Freiberg ein.

Dr. Robert Eder im Gespräch mit Andre Uhlmann

 Die Teilnehmenden konnten nicht nur potenzielle Geschäftspartner und Investoren treffen, sondern auch wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise und Bedürfnisse der Gründerinnen und Gründer gewinnen.

“Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und unterstreicht die Relevanz der Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und der innovativen Start-up-Szene”, erläutert Andre Uhlmann, Standortleiter von SAXEED an der TU Bergakademie Freiberg. “Die Begeisterung und der Austausch zwischen den Teilnehmenden zeigen das enorme Potenzial des Gründungsökosystems Mittelsachsens.”

Die Netzwerkveranstaltung schloss mit einem lebhaften Networking und einem gemeinsamen Abendessen, bei dem die Teilnehmenden die Gelegenheit nutzten, Kontakte zu knüpfen und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten zu besprechen. Die lebhaften Diskussionen zeigten, wie die Verbindung zwischen etablierten Unternehmen und aufstrebenden Start-ups neue Perspektiven für beide Seiten eröffnet.

Für weitere Informationen über kommende Veranstaltungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit innovativen Start-ups der TUBAF steht das Gründungsnetzwerk SAXEED gerne zur Verfügung.

 

Kontakt für Rückfragen:

Andre Uhlmann, Mail: andre.uhlmann@tu-freiberg.de; Tel: 03731/393887

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Freiberger Start-ups von morgen

Vom Labor in den Markt: TU Bergakademie Freiberg erneut erfolgreich bei Validierungsförderung

Im Oktober starten an der TU Bergakademie Freiberg sechs neue Projekte des zweiten Aufrufs der Validierungsförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA). Von insgesamt 49 Anträgen der sächsischen Forschungseinrichtungen werden 25 Projekte gefördert. Alle sechs Anträge der TU Bergakademie Freiberg waren erfolgreich und wurden bewilligt. Damit erreicht die TUBAF erneut das beste Ergebnis der sächsischen Forschungseinrichtungen.

Seit dem Jahr 2021 unterstützt der Freistaat Sachsen sächsische Forschungseinrichtungen mit der Validierungsförderung. Mit der Förderung soll die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit der Forschungsergebnisse untersucht und nachgewiesen werden. Dadurch wird die Lücke zwischen den auf der Forschungsseite bereitgestellten Ergebnissen und den Marktanforderungen frühzeitig minimiert. Forschungsergebnisse sollen so weiterentwickelt werden, dass diese von der Wirtschaft auf deren Verwertbarkeit beurteilt werden können. »Die Validierungsförderung hilft uns, den Transfer von Forschungsergebnissen schneller und effizienter umzusetzen und damit die Chancen für eine erfolgreiche Verwertung in Form einer Ausgründung oder Lizenzierung mit bestehenden Unternehmen zu erhöhen.«, erläutert Prof. Dr. Tobias Fieback, Prorektor für Forschung, Internationales und Transfer.

Die Förderung lässt vorrangig zwei Verwertungsformen zu. Zum einen können die Forschungsergebnisse durch eine Lizenzierung mit einem bestehenden Unternehmen verwertet werden, zum anderen können die geförderten Projekte in einer Ausgründung resultieren. Unterstützt werden die Projekte bei der Antragstellung und der Projektdurchführung vom Gründungsnetzwerk SAXEED und der Zentralen Transferstelle – beide angesiedelt am Prorektorat Forschung, Internationales und Transfer. „Das positive Abschneiden der TU Bergakademie Freiberg zeigt das große Potential der exzellenten Forschung unserer Institute. Ich danke den Transferakteuren der Zentralen Transferstelle und von SAXEED für die umfassende Unterstützung der Anträge und freue mich auf die weitere Entwicklung der geförderten Projekte!“, ergänzt Professor Fieback.

Der Freistaat Sachsen fördert die ausgewählten Vorhaben für max. 18 Monate mit max. 250.000 € aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen. Die Förderaufrufe in der Richtlinie erfolgen zukünftig halbjährlich Anfang Dezember und Anfang Juni im Rahmen des Förderzeitraum 2021 bis 2027. Pro Aufruf kann die TUBAF maximal sechs Projektskizzen einreichen.

Die nächste Frist für die TUBAF-interne Einreichung der Projektskizzen ist der 10.11.2023. Weitere Informationen erteilen SAXEED (Verwertung über Ausgründung) und die Zentrale Transferstelle (Verwertung an etablierte Industrie).

 

Folgende sechs Projekte werden gefördert:

PrintFirsT (Gießerei-Institut – Prof. Dr.-Ing. Michal Szucki)

In dem Projekt werden aus Sand gedruckte additive Filtersysteme für den Aluminiumguss entwickelt, welche die am Markt etablierten Schaumkeramikfilter sukzessive ablösen sollen. Durch das Drucken können erstmals strömungsoptimierte Filter hergestellt werden, welche nach ihrem Einsatz, aufgrund des thermischen Einwirken der Schmelze, zerfallen. Dadurch können erhebliche prozesstechnische, wirtschaftliche und ökologische Vorteile gegenüber den handelsüblichen Schaumkeramikfiltern erzielt werden.

AmSelMem (Institut für Organische Chemie – Prof. Dr. Monika Mazik)

Das Projekt befasst sich mit der Anwendung organischer Moleküle als Komponente für Membranen ionenselektiver Elektroden zur Bestimmung der Ammoniumkonzentration ohne den störenden Einfluss der ebenfalls vorhandenen Kaliumionen in verschiedenen Proben. Diese Anwendung wird zu einer deutlichen Verbesserung der herkömmlichen Messmethodik in Kläranlagen, Industriebetrieben und der medizinischen Diagnostik führen. Das Vorhaben leistet damit einen innovativen Beitrag in den Bereichen Umwelt und Ressourcen sowie Gesundheit und Ernährung.

PyRolL (Institut für Metallformung – Prof. Dr.-Ing. Ulrich Prahl)

Im Rahmen des SAB Validierungsprojekt soll das Simulationsprogramm „PyRolL“ gegenüber verschiedenen Technologievariationen validiert werden. Das Simulationsprogramm dient der Modellierung von Herstellungsrouten für metallische Langprodukte durch Kaliberwalzen. Zur Validierung der Simulationsergebnisse werden eigene experimentelle Daten sowie Ergebnisse von Marktbegleitern verwendet. Ziel der Untersuchungen ist es, PyRolL hinsichtlich Robustheit, Geschwindigkeit sowie Modelltiefe zu validieren.

Aerogel (Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik – Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Bräuer)

Ziel ist die Validierung der Einsetzbarkeit neuartiger licht- und fluidleitender Kapillaren in Flusszellen zur Spektroskopie in wässrigen Proben. Es sollen bis zu drei Pilotunternehmen für die Anwendung der neuen Technologie in Sachsen akquiriert, die Flusszellen für deren Anwendungen hergestellt und die resultierenden Schutzrechte lizenziert werden. In einer finalen Marktanalyse wird die Ausweitung der Technologie auf weitere Einsatzgebiete eruiert und die Basis für eine mögliche Unternehmensgründung erarbeitet.

GeopaZ (Institut für Technische Chemie – Prof. Dr. rer. nat. Martin Bertau)

In GeopaZ wird das Scale-up von bis zu 100 % reststoffbasierten Geopolymerbaustoffen aus nicht sortenreinen Ziegelrezyklaten adressiert. Die bauphysikalischen Eigenschaften dieser neuartigen Materialien besitzen das Potenzial konventionelle Baustoffe ohne den Einsatz energieintensiver Herstellprozesse zu ersetzen. Sekundärrohstoffmengen/ qualtäten, die Marktgröße sowie Zielgruppen werden konkret bestimmt. Die Verwertung der Projektergebnisse ist mit der Gründung eines Joint Ventures geplant.

MyGlass (Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik – Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause)

Zur Dekarbonisierung des Glasschmelzprozesses müssen Verfahren entwickelt werden, die eine hohe Glasqualität und Blasenfreiheit gewährleisten können. Die Kombination von Mikrowellen für den Schmelzprozess mit zusätzlichen elektrischen Beheizungsmethoden für die Läuterung erlaubt ein schnelles Aufschmelzen bei maximaler Atmosphärenkontrolle. Dadurch wird eine sehr hohe Glasqualität erreichbar. Gleichzeitig wird durch den Einsatz der Mikrowelle ein hocheffizienter Schmelzprozess umgesetzt.

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ReViSalt GmbH erhält Investment durch TGFS

Das Freiberger Tech-Startup ReViSalt GmbH, eine Ausgründung des Instituts für Glas und Glastechnologie der TU Bergakademie Freiberg, hat einen siebenstelligen Investitionsbetrag vom TGFS Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) erhalten. 

Das Investment bedeutet viel für ReViSalt: “Euer Beitrag ermöglicht es uns, unsere Technologien und unsere Vision in die Realität umzusetzen. Mit Eurem Vertrauen habt Ihr nicht nur unser Unternehmen gestärkt, sondern auch einen bedeutenden Einfluss auf die gesamte Glasbranche weltweit“, erklärt Michael Heidan, CEO & Gründer der ReViSalt GmbH.

Das Team ist nun in der Lage ihre bahnbrechenden Technologien zur chemischen Verfestigung von Glas, die das Verfahren umweltfreundlicher, kostengünstiger und schneller machen, weiterzuentwickeln.

“Durch unsere Technologien sind wir fest davon überzeugt, dass wir den Glasmarkt nachhaltiger gestalten können – mit weniger Energieverbrauch und weniger Ressourcen, und dabei verbundene höhere Festigkeiten, führt Michael Heidan weiter aus.

Auch für das Team von SAXEED eine weitere “Erfolgsstory”: das Team ReViSalt begleiten wir nun intensiver seit der Antragstellung eines EXIST-Gründungsstipendiums im Jahr 2021. Mit dieser Anschubfinanzierung im Gepäck besuchten sie unsere SAXEED-Masterclass und konnte sich auf den “Pitch-Days” ,gut vorbereitet, Investoren vorstellen. 

Weitere Informationen zum Investment unter: 
cfh.de

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SAXEED und die HHL holen Halbfinale des Female StartAperitivo nach Leipzig

Mehr Aufmerksamkeit, mehr Kapital für Gründerinnen, das ist das Ziel der Female StartAperitivo-Reihe, dem mehrstufigen Pitch-Contest für frauengeführte Start-ups auf Kapitalsuche.

Initiiert von Hamburg Investors Network und WEstartupSH und möglich gemacht durch viele weitere Partner:innen, holen die HHL und SAXEED den Pitch-Contest 2023 erstmals nach Leipzig:
Ihr habt mindestens ein weibliches Gründungsmitglied und seid auf Kapitalsuche?

Dann bewerbt Euch jetzt für das Halbfinale am 20.06.2023 in Leipzig unter https://share.hsforms.com/1mCKR6jH7T5ac09WPguVudQ4wf53
Bewerbungsende: Montag, 29.05.2023.
Ihr pitcht auf dem Event live vor einem Publikum aus Investor:innen und Interessierten in drei Minuten.
Danach entscheidet die Jury und das Publikum, wer 500€ und einen Startplatz für das große Female StartAperitivo-Finale am 6. Juli in Hamburg erhält. Der Gesamtsiegerin winken 5.000€ und weitere tolle Coachings und Beratungsunterstützung.

Ihr wollt im Publikum teilnehmen? Dann sichert euch jetzt euer Ticket unter: https://www.eventbrite.de/e/female-startaperitivo-halbfinale-sachsen-tickets-619036453697

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Masterclass -Investment Ready

INVESTMENT READY! Unsere EXIST-Gründungsteams haben den Inkubator SAXEEDMasterclass erfolgreich beendet und beim finalen Pitch vor der regionalen Expertenjury & 6 Investoren überzeugt! 

Zum Pitch Day am 04. April 2023 trafen sich alle 7 Gründungsteams mit EXIST-Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz der SAXEED-Hochschulen: Technische Universität Chemnitz und TU Bergakademie Freiberg in Freiberg.

Für 4 der 7 Teams hieß es nochmal alles geben beim ihrem finalen Pitch. Sie haben die 18-monatige SAXEED-Masterclass zum 31.03.23 beendet mit dem Zertifikat “Investment Ready”, welches ein positives Signal an potentielle Investoren senden wird.

Alle 7 erhielten nach ihren Pitches wertvolles Feedback durch die Expertenjury aus Investoren, Business Angels und Gründer-Alumni:
Rico Barth, Vincent Kretzschmar, Jens Engelmann, Fabian Schaile, Uwe Bauch und Robert Eder. Vielen Dank dafür!

Der Frühphaseninkubator SAXEED-Masterclass kombiniert einen strukturierten Coachingfahrplan, intensive Beratung und Wissensvermittlung mit gemeinsamen Büroarbeitsplätzen.

Ziel ist es, die Qualität der Gründungen zu steigern. Dazu werden neben den SAXEED-Gründerberatern auch regionale Partner, vor allem Kapitalgeber, Verbände und strategische Partner bzw. Pilotkunden aus der Region, frühzeitig als Teil einer Expertenjury in den Entwicklungsprozess der Start-ups einbezogen und der Grundstein für langfristige Partnerschaften gelegt.

Der Fokus der SAXEED-Masterclass liegt auf der Validierung des Geschäftsmodells, der Produkt- und Teamentwicklung sowie der Akquise einer Folgefinanzierung. Alle sechs Monate startet eine neue SAXEED-Masterclass.

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Startup enaDyne der TU Freiberg setzt sich bei Carbon-to-Value Challenge der Bundesagentur für Sprunginnovation durch

Das Startup enaDyne will mit Hilfe einer neuartigen und besonders energieeffizienten Plasma-Katalyse-Technologie sowie einem hochkarätigen Verbundnetzwerk erstmals in einem einzigen Prozessschritt Grundchemikalien, wie Methanol oder Ethylen, aus Kohlenstoffdioxid (CO2) und einem Wasserstoffträger herstellen. Um die Technologie möglichst schnell zur Marktreife zu bringen, wird das Unternehmen jetzt als eines von fünf Teams im Rahmen der Carbon-to-Value Challenge von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIN-D) gefördert.

Im Kampf gegen den Klimawandel ist die Reduktion von CO2-Emissionen ein entscheidender Faktor. Dies allein wird jedoch nicht ausreichen. Um den Klimawandel zu stoppen und die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, muss zudem eine große Menge an CO2 aus der Atmosphäre langanhaltend entfernt werden. Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIN-D) suchte im Rahmen der Challenge „Carbon-to Value“ neue Lösungen mit dem Potenzial, dieser Herausforderung wirtschaftlich, skalierbar und nachhaltig zu begegnen. Eine internationale Jury hat enaDyne als eines von nur fünf Teams ausgewählt, die über das Programm Carbon-to-Value jetzt in einem zweistufigen Prozess finanziert werden.

Von der Forschung in den Markt

enaDyne setzte sich damit erfolgreich gegenüber 66 konkurrierenden Lösungen durch und erhält eine Finanzierung von 600.000 €. Das Team entwickelt eine neuartige Plasma-Katalyse-Technologie. Damit kann CO2 als Rohstoff zur profitablen Produktion von Grundchemikalien wie Methanol und Ethylen genutzt werden. Mit Biogas, bestehend aus darin gebundenem atmosphärisches CO2 sowie Methan, soll eine CO2-neutrale Kohlenstoffkreislaufwirtschaft ermöglicht werden. Die produzierten Grundchemikalien können die Herstellung von Kunststoffen, Dämmmaterialien und Medizinprodukten nachhaltiger gestalten und atmosphärisches CO2 langfristig binden. Mit der Finanzierung wird das vierköpfige Team weiteres Personal anstellen sowie die Kooperationspartner TU Bergakademie Freiberg und Universität Leipzig des Verbundnetzwerks Plasma-Katalyse in die Entwicklung einbinden.

Starkes Netzwerk aus Wirtschaft und Forschung

Das Verbundnetzwerk Plasma-Katalyse besteht aus Forschenden verschiedener deutscher Universitäten und Hochschulen sowie Industriepartnern aus Gasversorgung und Energiebereitstellung. Entlang der Wertschöpfungskette sind wichtige forschende Kompetenzpartner J.-Prof. Sindy Fuhrmann (Institut für Glas und Glastechnik, TU Bergakademie Freiberg), Prof. Dr. Heinrich J. Jasper (Institut für Informatik, TU Bergakademie Freiberg), Prof. Dr. Roger Gläser (Institut für Technische Chemie, Universität Leipzig), Prof. Dr. Gerold Bausch (Institut für Elektronik und Biomedizinische Informationstechnik, HTWK Leipzig), Prof. Dr. Thomas Höche (Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS Halle). Auch das HHL-Accelerator Spinlab, in dessen 12. Batch enaDyne erfolgreich teilgenommen und den Public Value Award der Wirtschaftsförderung Leipzig gewonnen hat, ist Partner des Netzwerkes.

Kooperation an der TU Bergakademie Freiberg

Das enaDyne-Team und die TU Bergakademie Freiberg arbeiten seit mehreren Jahren intensiv zusammen. Mitgründer Christian Koch, einer von zwei Geschäftsführern und wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Bergakademie Freiberg, bestätigt: „An der TU Bergakademie Freiberg treffen wir auf hervorragende Bedingungen für die Weiterentwicklung unserer Technologie: So liegen nicht nur umfassendes Wissen um Werkstoffe und Materialien vor. Durch die Unterstützung des Gründernetzwerks  Saxeed und der Zentralen Transferstelle der Universität sowie den universitätseigenen Stiftungen zur Transferbeschleunigung von Forschungsergebnissen in den Markt liegen hervorragende Voraussetzungen für einen erfolgreichen Unternehmensaufbau vor. Wir freuen uns darauf diese Zusammenarbeit im Zuge der Carbon-to-Value Challenge zu vertiefen.“

Fragen zum Thema beantwortet: 
Christian Koch, CK@enadyne.de & Christian.Koch@igt.tu-freiberg.de

Beitragsbild: Das Gründerteam v. l.n.r.: Torsten Lorenz, Dr. Dave Ahrens, Christian Koch, Philipp Hahn, Martin Drößiger. Foto: Bernd Hänsch

Video-Vorstellung der Start-ups in der Carbon-to-Value-Challenge: https://www.youtube.com/watch?v=grb-26_vS6E

 

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Nacht der Wissenschaft und Wirtschaft 2022 in Freiberg

Unter dem Motto „nachhaltig. forschen. wirtschaften. leben.“ geben die Universität, Einrichtungen der Stadt und das Helmholtz-Institut Freiberg bei Präsentationen, zahlreichen Experimenten, Vorträgen und Führungen Einblicke in Themen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Unser Team von SAXEED am Standort TU Bergakademie Freiberg wird zusammen mit den EXIST-Projekten MiViA, Plasmotion und ReViSalt ab 20 Uhr auf dem Schloßplatz eine Pitch-Session veranstalten.

Weitere Infos und das Programm unter: https://tu-freiberg.de/nacht-der-wissenschaft

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Validierungsprojekte im Fokus: MMC-P von der TU Bergakademie Freiberg

Die Validierungsförderung des Freistaates Sachsen finanziert die Evaluierung von Forschungsergebnissen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit. SAXEED unterstützt bei der Fördermittel-Beantragung und im besten Falle bei der weiteren Verwertung durch eine Ausgründung. 

Wir haben nachgefragt…

Wissenschaftler

Herrn Perminov

…bei Herrn Perminov und Frau Prof. Dr. Volkova. Sie betreuen das Validierungsprojekt MMC-P an der TUBAF. In unserer Beitragsreihe über die von SAXEED unterstützten Projekte haben wir den Teamleitern immer drei Fragen über ihre Projektarbeit gestellt.

-Wie macht Ihre Technologie das Leben besser?

Wir entwickeln neue Materialien (in-situ Fe-TiC Verbundwerkstoffe), die spezifisch mittels additiver Fertigungsverfahren produziert werden können. Damit geben wir Konstrukteuren in verschiedenen Bereichen, wie Luft- und Raumfahrt, Automobil, Bodentransport usw. neue Lösungsmöglichkeiten und Tools an die Hand, um ressourcenschonend komplexe Bauteile zu realisieren.

-Was fasziniert Sie an Ihrer Technologie?

 Frau Prof. Dr. Volkova

Frau Prof. Dr. Volkova

Die Möglichkeit neue Werkstoffe mit maßgeschnittenen Eigenschaften zu entwickeln. Manche Konzepte und Innovationen könnten nur unter spezifischen Bedingungen funktionieren. Neue Tools wie die Additive Fertigung können die alten Beschränkungen aufbrechen und entsprechend zur Entstehung neuer Produkte führen.

-Welchen Rat würde Sie anderen WissenschaftlerInnen geben?

Keine Angst vor kühnen Ideen! Man muss immer konservative und innovative Gedanken kombinieren. Basierend auf der Erfahrung und Vorkenntnisse muss man die Versuche realisieren und mutige Ideen testen.

 

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