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Gründen während der Pandemie – so kann es klappen

Gründerinnenstammtisch mit zwei Chemnitzer Jungunternehmerinnen

Ständig wechselnde Coronamaßnahmen wie Regeln und Einschränkungen bezüglich Öffnungszeiten, Testungen und Kontaktbeschränkungen gehören in Zeiten der Pandemie zu unserem Alltag. Das sorgt für große Unbeständigkeit und Unsicherheit und schafft damit nicht gerade den perfekten Kontext zur Gründung eines eigenen Unternehmens. Zwei Studentinnen der TU Chemnitz haben sich durch diese Krise jedoch nicht davon abhalten lassen, in die Selbstständigkeit zu gehen. Beide eröffneten im vergangenen Jahr jeweils ihr eigenes Geschäft – Laura Schmid einen Unverpacktladen auf dem Kaßberg und Helene Jucht eine Ballettschule für Kinder. Nun wollen sie ihre Erfahrungen weitergeben.

Der Weg zur unternehmerischen Selbstständigkeit

Die Idee zu einem Unverpacktladen kam Laura Schmid erstmals während der Pandemie. Die viele Zeit Zuhause brachte sie unter anderem dazu, sich mehr Gedanken darüber zu machen, wie viel Müll sie eigentlich produziert. Erste Versuche zu einem bewussteren Umgang mit Müll scheiterten jedoch beispielsweise daran, dass sie an der Frischetheke im Supermarkt aufgrund der Hygieneauflagen keine eigene Box mitbringen durfte. Ihre Lösung: ein Unverpacktladen, bei dem die Kunden ihre eigenen Behälter mitbringen oder Boxen vor Ort kaufen können. So wird auf Verpackungen komplett verzichtet und gleichzeitig kann sich der Kunde die gewünschten Mengen selbstständig nach Bedarf abfüllen. Nachhaltigkeit steht hier also definitiv im Vordergrund. Durch ihr Studium der Wirtschaftswissenschaft an der TU Chemnitz besitzt Laura zudem die nötigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse und Fertigkeiten zur Umsetzung ihrer Geschäftsidee. “Acht Monate nach der ersten Idee, und nach insgesamt nur vier Monaten Planung, feierte ich bereits im Mai Eröffnung”, berichtet Laura stolz. Für die Zukunft plant sie bereits die Eröffnung einer zweiten Filiale in Chemnitz.

Auch Helene Jucht wagte während der Pandemie mit der eigenen Ballettschule den Schritt in die Selbstständigkeit. „Seit meinem vierten Lebensjahr gehören Sport und insbesondere auch Tanzen zu meinem Leben“, sagt die Pädagogik-Studentin aus Chemnitz über sich selbst. Diese Erfahrung möchte sie nun an jüngere Generationen weitergeben. Um ihre Schüler bestmöglich unterrichten zu können, bildet sich Helene ständig weiter. So hat sie 2019 ihre Übungsleiter C-Lizenz beendet und 2020 die Ausbildung zur Tanz- und Bewegungspädagogin abgeschlossen. Mit Hilfe des Gründernetzwerks SAXEED, welches StudentInnen und junge AbsolventInnen mit innovativen Ideen in allen Bereichen rund ums Thema Gründen unterstützt und berät, eröffnete Helene schließlich im letzten Jahr ihre eigene Tanzschule. Das besondere bei TutuMaus: Am Unterricht können bereits Kinder ab 4 Jahren mitmachen. Die Gründerin ist davon überzeugt, dass Ballett vor allem Spaß machen sollte und dass so die Freude am Tanz und der Bewegung geweckt werden kann.

Macherinnen mit Mission

Gründen in Zeiten von Corona ist also durchaus möglich – vor allem mit der richtigen Unterstützung. Die beiden Gründerinnen haben es sich nicht nur zur Mission gemacht, ihre Geschäftsidee auf den Markt zu bringen und so für mehr Nachhaltigkeit und mehr Freude am Tanzen zu sorgen, sondern wollen ihr Wissen und ihre Erfahrungen auch an andere GründerInnen und Interessierte weitergeben. Am 16. Februar findet dazu ein Gründerabend mit den beiden Unternehmerinnen unter dem Motto „Macherinnen mit Mission“ statt, welcher vom Gründernetzwerk SAXEED in Kooperation mit dem TUClab und dem Q-Hub organisiert wird. Dort berichten die Gründerinnen von ihren Erfahrungen und geben Einblick in ihren unternehmerischen Alltag. Alle Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre mit anderen GründerInnen sowie ExpertInnen auszutauschen. Außerdem darf sich jeder Teilnehmende über eine kleine Überraschungsbox freuen. Herzlich eingeladen sind alle, die mehr über die beiden Gründerinnen erfahren wollen oder einfach am Thema Gründen interessiert sind und in lockeren Austausch mit anderen Gründungsinteressierten treten wollen.

Anmeldung zur Veranstaltung unter: https://www.saxeed.net/termin/gruenderstammtisch-chemnitz

Weitere Informationen erteilt: Dr. Constance Bornkampf, Gründernetzwerk SAXEED, E-Mail: constance.bornkampf@saxeed.net, Tel. 0371/531-34155

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