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ANTACON – Entwicklerteam der HS Mittweida gewinnt IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland

Nach dem erst kürzlich erworbenen Detlev-Müller-Startup-Preis, der Auszeichnung der innovativen Gründungen aus der Hochschule Mittweida, hat die ANTACON GmbH nun auch den IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland in der Tasche. Mit ihrem lösungsorientierten Verfahren, stark beanspruchte Maschinenteile widerstandsfähiger zu machen, konnte das Entwicklerteam der Hochschule Mittweida beim 18. IQ Clusterinnovationswettbewerb überzeugen.

Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland unterstützt mit dem Clusterinnovationswettbewerb IQ Innovationspreis Mitteldeutschland neuartige und marktfähige Produkte sowie Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Die Entscheidungsträger des jährlich stattfindenden Wettbewerbs sind strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In fünf branchenspezifischen Clustern werden nachhaltige Entwicklungen und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland gefördert.

Sieger im Cluster Automotive ist in diesem Jahr das Team der ANTACON GmbH mit der Innovation „Neuartige, diamantähnliche Hochleistungsbeschichtungen zum Verschleißschutz“.

Die Gründer Hagen Grüttner, Johannes Maus, David Haldan und Jan Bretschneider sind ehemalige Studenten der Hochschule Mittweida. Als Ergebnis langjähriger Forschung ist es ihnen gelungen, hoch verschleißfeste Kohlenstoffschichten zu erzeugen, die sich deutlich von den aktuell am Markt verfügbaren Verschleißschutzbeschichtungen unterscheiden. Mit der widerstandsfähigen Beschichtung hat ANTACON ein ganz neues Feld der Oberflächenveredelung erschlossen.

Anlass ihrer Innovation ist der problematisch hohe Verschleiß, der durch ständige Reibung zwischen rauen Oberflächen von stark beanspruchten Maschinenteilen in der Industrie entsteht. Allein in Deutschland kostet der Verschleiß jährlich 35 Milliarden Euro. Das vom Team patentierte Verfahren ermöglicht es, dass die diamantähnliche Kohlenstoffbeschichtung spannungsfrei auf Werkzeuge oder Maschineteile aufgetragen werden kann. So spart die innovative Hochleistungsbeschichtung den Einsatz von Schmiermitteln und macht die beschichteten Teile bis zu zehnmal länger haltbar als mit bisherigen Verfahren. Ein großer Nachhaltigkeitsaspekt ist durch massive Materialeinsparungen und Kostensenkung gegeben, vor allem auch durch die Schonung der Energieressourcen. Im Cluster Automotive wurden vom Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD GmbH) und der Porsche Leipzig GmbH 7.500 Euro gestiftet.

Autorin: Letizia Cernitori