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Chemnitzer Start-Up audory bei „Die Höhle der Löwen“

Max Rose, Gründer der Plattform audory für interaktive Hörbücher, war am 11. April in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf VOX zu sehen. Dort stellte er sein Unternehmen vor und erhoffte sich Unterstützung durch die InvestorInnen.

Was ist audory eigentlich?

Audory ist eine Plattform für interaktive Hörbücher, welche den NutzerInnen als App zur Verfügung steht. Bei audory gibt es Hörbücher aus Genres wie Thriller, Fantasy oder Krimi, die sich jedoch von herkömmlichen Hörbüchern unterscheiden: Als HörerIn kann man die Entwicklung der Geschichte selbst mitbestimmen. Im Verlauf des Hörbuchs werden Entscheidungsfragen gestellt und abhängig von der getroffenen Wahl verläuft die Geschichte entsprechend anders.

Durch sein Studium der Angewandten Informatik an der TU Chemnitz hatte Max das nötige Know-How, um die Software für seine audory-App zu schreiben. Dank eines EXIST-Gründerstipendiums des Bundeswirtschaftsministeriums und der Unterstützung durch SAXEED konnte er sein Produkt dann auf den Markt bringen. Nun erhoffte sich Max von der Teilnahme an der Sendung „Die Höhle der Löwen“ neben finanzieller Förderung auch Unterstützung im Bereich Marketing und Vertrieb, um seinen Kundenstamm erweitern zu können.

Konnte Max die InvestorInnen mit seiner Idee überzeugen?

Auch in der 11. Staffel der Höhle der Löwen müssen sich die Teilnehmenden renommierten UnternehmerInnen wie beispielsweise Judith Williams oder Carsten Maschmeyer stellen. In einem kurzen Pitch präsentieren sie ihr Produkt und erhalten anschließend Feedback von den „Löwen“.

Seinen Pitch gestaltet Max angelehnt an die interaktiven Hörbücher: Nach einer kurzen Einleitung lässt er den InvestorInnen die Wahl: Soll er kurz etwas zu seiner Person erzählen oder direkt zur Sache kommen? Georg Kofler entscheidet sich für Letzteres. Nach der Vorstellung seines Produkts schließt Max mit den Worten „Sie entscheiden, wie meine Geschichte weitergeht“ ab, im Hintergrund ist dabei ein Wegschild mit den Richtungen „Deal“ und „No Deal“ zu sehen.

Nach dem Pitch zeigen sich die InvestorInnen sehr interessiert und stellen zunächst konkrete Fragen zur Plattform, beispielsweise zu der aktuellen Nutzung und zum Umsatz. Besonders beeindrucken kann Max die „Löwen“ mit seinem eigens entwickelten Upload-Filter, der unzulässige Inhalte nicht auf seine Plattform gelangen lässt. Als seine derzeit größte Herausforderung schildert Max das Henne-Ei-Problem seiner Plattform, da es ohne AutorInnen keine Hörbücher und damit keine HörerInnen gibt, sich ohne NutzerInnen jedoch auch nur schwer AutorInnen finden lassen. Ralf Dümmel und Judith Williams loben Max und sein Produkt, gehen den Deal jedoch nicht ein. Sie begründen es damit, dass es nicht deren Bereich sei.

Angeboten hat Max 15 Prozent seiner Firmenanteile für 120.000 Euro. Die verbliebenen drei Investoren bieten alle einen Deal an: Nils Glagau geht auf Max‘ Angebot ein, während Georg Kofler und Carsten Maschmeyer sich sogar zusammenschließen und schließlich ein Kombi-Angebot über 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile machen. „Investoren suchen eine Nadel im Heuhaufen, du bist eine“, so Carsten Maschmeyer zu Max. Für die Entscheidung holt sich Max Unterstützung in Form eines Telefonats mit seinem Mentor Dr. Joseph Heß vom TUClab. Dieser ist begeistert von Max‘ Erfolg und schließlich entscheidet sich der Gründer für das Angebot von Georg Kofler und Carsten Maschmeyer, da diese durch ihr Wissen in Marketing und Vertrieb genau dort unterstützen können, wo Max am dringendsten Hilfe benötigt. Am Ende kann Max noch nicht ganz realisieren, was „eigentlich gerade passiert“ ist und glaubt, dass es jetzt „erst richtig losgeht“. An diesen Abend werde er sich noch lange erinnern.

Leider kam der Deal nach der Sendung dennoch nicht zustande, da es „unterschiedliche Auffassungen von der zukünftigen Richtung des Unternehmens“ gab, erläutert Max. Enttäuscht ist er dennoch nicht: „Sowas gehört einfach mit dazu und bei uns geht es trotzdem weiter. Kurze Zeit später haben wir dank des TUClabs der Uni ein 300.000 Euro Investment von der Sächsischen Beteiligungsgesellschaft erhalten und können damit sogar noch besser durchstarten.“

Wir gratulieren Max jedenfalls zu seinem gelungenen Auftritt und wünschen ihm viel Erfolg für die Zukunft!

Foto: RTL/Bernd-Michael Maurer